1.   Ursprung, Zucht und Individualität der Schlittenhunderassen

1.1. Entstehung und Verbreitung der nordischen Hunde

Schlittenhunde sind Tiere mit einer langen Geschichte – oft waren sie die Helden von Mythen, Büchern und Filmen. Ausgrabungen und Zufallsfunden zu Folge könnte der „Nordlandhund“ – wie ihn die Zoologen bezeichnen – bereits vor 4000, möglicherweise auch schon vor 12000 Jahren existiert haben.

Schon vor mehr als viertausend Jahren wurden in Sibirien Schlittenhunde zur Fortbewegung verwendet. Die Volksstämme der Samojeden, Korjaken und Tschuktschen sowie einige andere nomadische Völker nutzten die genügsamen Tiere auf ihren ausgedehnten Jagdreisen in der Weite der arktischen Regionen. Auf ihren Wanderungen brachten sie diese Hunde auch in andere Teile der nördlichen Halbkugel, vor allem aber über die Beringstraße nach Alaska und das übrige Nordamerika.

Die Geschichte und Mythologie der Eskimos und Indianer sind auf das Engste mit dem Ursprung der Schlittenhunde verknüpft. Bis zur „Entdeckung“ Amerikas durch die Europäer und der damit verbundenen Einfuhr von neuen Lasttieren kamen ausschließlich Hunde als Zugtiere zum Einsatz. Auch in anderen Bereichen waren sie nützlich: sie verwerteten Essens- und Schlachtabfälle, waren die Spielkameraden für die Kinder der Inuits und dienten auch als Nahrung. Hundefleisch galt bei vielen Stämmen als Delikatesse. Auch wurden Hunde für spirituelle Handlungen geopfert.

Eine Familie besaß im Durchschnitt etwa zehn, einige „reiche“ sogar bis zu hundert Schlittenhunde.

Die Hunde lebten weitgehend frei, waren jedoch streng erzogen. Aggressive und arbeitsunwillige Tiere wurden eliminiert – so entstanden Schlittenhunde, die durch ihre Zähheit, ihren Arbeitswillen und ihre Genügsamkeit einen hohen Nutzen hatten. Den Vorfahren der heutigen Inuits, Indianer, Jakuten, Lappen, Tschuktschen und vieler anderer Völker rund um den Pol gelang es nur dank der Geschicklichkeit, der natürlichen Intelligenz, Ausdauer, und der Widerstandsfähigkeit bereits angepasster Hunde, einen neuen Lebensraum von Kamtschatka über Grönland, Labrador bis Alaska und die Aleuten zu finden. In Europa wurden Schlittenhunde erstmals um 1800 bekannt. Nur vereinzelt verwendeten Bauern oder Händler sie zu Transportzwecken.

Polarforscher mieteten sich ihre Hundegespanne mit einem Führer; sie waren die ersten, welche die Schlittenhunde nicht zu Überlebenszwecken brauchten. Erst Nansen, Mac Clintock sowie Amundsen (Polarforscher) versuchten, selbst Hundegespanne zu fahren. Ohne Schlittenhunde waren die gigantischen Leistungen dieser Menschen nicht möglich.

Einen gewaltigen Umbruch des bis dahin von Traditionen geprägte Schlittenhundelebens brachten die weißen Goldgräber auf ihrem Weg in die Goldfelder des Yukon und Alaskas. Sie brauchten jedes Tier, welches Lasten tragen oder ziehen konnte. Neben Pferden und Maultieren, Schafen und Ziegen kamen auch alle Hunderassen, ob einheimische oder europäische, zum Einsatz. Nur die härtesten und widerstandsfähigsten Tiere überlebten in dieser Zeit.

Den Europäern haben es die Schlittenhunde wohl zu verdanken, dass sie bis heute in ihrer ursprünglichen Art erhalten blieben: Die weißen Goldgräber veranstalteten sehr früh Wettbewerbe mit ihren Hunden um viel Geld. Als Transporttiere erfüllten sie bald keinen Zweck mehr; diese Aufgabe übernahmen Eisenbahn, Motorschlitten und Kleinflugzeuge. (vgl. /29/ )

Jede Rasse, die sich vor allem als Schlittenhunde auszeichnete, nannte man  „Eskimo-Hunde“. Ihre Heimat umfasste somit den 7500 Kilometer langen und zweitausendfünfhundert Kilometer breiten Lebensraum der verschiedenen Inuit-Völker. Der Begriff „Husky“ leitet sich vom Schlagwort „Esky“ für „Eskimo“ ab. Von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) wurde eine international anerkannte Rasseneinteilung festgelegt. Hieraus geht die Einteilung der Schlittenhunde hervor: es gibt Siberian Huskies, Alaskan Malamuten, Samojeden und Grönlandhunde. Deutschland wird vom VDH (Verband für das deutsche Hundewesen e.V.) in der FCI vertreten. Der DCNH (Deutscher Club für nordische Hunderassen e.V.) und der SHC (Siberian Husky Club) sind Mitglieder des VDH. Daher sind die vom FCI festgelegten Rassestandards für alle Züchter innerhalb dieser Vereine verbindlich. Nur dem FCI-Standard entsprechende, gesunde Hunde erhalten eine Zuchtzulassung. Darüber hinaus ist in Deutschland das Zuchtgeschehen außerhalb von Zuchtvereinen nicht weiter reglementiert.

(vgl. /1/, S.72-89 )

 

1.2.   Charakteristik Nordischer Hunde

„Einen Nordischen besitzt man nicht, man lebt mit ihm !“ ( /27/, Z.1 )

Die arktische Zone unserer Erde, jenes riesige Gebiet, dass sich vom nördlichen Europa bis zur Beringsee, von Alaska bis Grönland erstreckt, ist die Heimat der nordischen Hunderassen. Landschaft, Klima und Lebensweise der einheimischen Völker haben diese Rassen ebenso geprägt wie die Arbeit, die sie in ihrem Herkunftsort leisteten.

Alle nordischen Rassen zeigen charakteristische Merkmale, die sie deutlich von anderen Hunderassen unterscheiden: prächtiges, den arktischen Bedingungen angepasstes Fell, Stärke, Robustheit und Ausdauer. Geprägt von der harten Arbeit wurden sie nicht nur körperlich zu ausgesprochen wetterharten und belastbaren Tieren; auch ihr Charakter wurde dadurch ganz entscheidend bestimmt. Im Allgemeinen sind sie von freundlichem Wesen, dem Menschen von Grund auf zugetan. Blinder Gehorsam, Drill und Eintönigkeit ist ihnen verhasst. Nordische Hunde zeigen, obwohl sie leidenschaftliche Jäger sind, in ihrem angestammten Arbeitsgebiet - vor dem Schlitten – oft ein hohes Maß an Disziplin und Zuverlässigkeit. Ein ausreichendes Training vorausgesetzt, sind sie zu großen Leistungen bereit.

Den klimatischen Verhältnissen passen sich die nordischen Rassen problemlos an. Man darf dabei nicht vergessen, dass so gut wie alle Schlittenhunderassen seit vielen Jahren und Generationen in unseren Breitengraden gezüchtet werden. Jedoch sollte man im Hochsommer keinerlei Leistungen von ihnen verlangen, und immer für schattige Plätze sorgen. Im Schnee sind alle Nordischen in ihrem Element, aber auch kühle Temperaturen im Frühjahr und Herbst nutzen viele Musher zum Training.

Weitaus wichtiger und problematischer als unsere Klimabedingungen sind jedoch die Ansprüche, welche die nordischen Hunde an die Haltung stellen; im Gegensatz zu „einheimischen“, mitteleuropäischen Hunderassen. Nur durch artgerechte Haltung können auf Dauer ihre Eigenheiten bewahrt werden, aber auch nur so ist ihr Temperament in geregelte Bahnen zu lenken.

Schlittenhunde sind sehr selbständige Tiere. Ihren Herrn respektieren und lieben sie – unter der Bedingung, dass er dessen würdig ist – wenn er unumstritten die Führung des Rudels innehat. Nordische Hunde kennen keine bedingungslose Unterordnung unter den Menschen. Schlittenhunde haben ein ausgeprägtes soziales Rudelverhalten.

Ein Schlittenhund, der nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert wird, nicht genügend Aufmerksamkeit und Auslauf bekommt, setzt seine unverbrauchten Energien schnell in „dumme Gedanken“ um. Es kann passieren, dass er versucht auszubrechen, oder er „heult sich seine Kummer von der Seele“ – zum Ärger der Nachbarn, er gräbt alle Gartenbeete um und stellt das gesamte Grundstück auf den Kopf. Ein Musher muss die natürlichen Bedürfnisse seines Tieres erkennen und akzeptieren. Er sollte die Fähigkeit besitzen, sich gegen den oft erstaunlich festen Willen seines Hundes durchzusetzen, ohne ihn, sehr wichtig, dabei zu brechen. Dies ist sicher keine leichte Aufgabe. Doch mit einem Schlittenhund zu leben, ist eine Lebensphilosophie: Ein zukünftiger Besitzer eines Schlittenhundes muss jederzeit in der Lage sein, die Frage: „Bin ich bereit, mein Leben völlig neu nach den Bedürfnissen meiner Tiere zu gestalten ?“ zu bejahen. (vgl. /27/ ) 

 

1.3.        Zuchtgrundlagen

 

Über Jahrtausende wählte die unwirtliche, ursprüngliche Umwelt der Schlittenhunde durch natürliche Selektion die Winterfestesten, die Genügsamsten und die Härtesten unter ihnen aus. So haben auch die von ihnen Abhängigen – Inuits und Indianer, Jäger, Händler, Postfahrer und schließlich Rennsportler – diejenigen Hunde zur Zucht verwendet, die vor dem Schlitten ausdauernd, stark, schnell und klug waren, und vor allem den Wille zum Laufen hatten – „The desire to go“.

Die Rassezucht ist der „Versuch eines planmäßigen Eingriffes in die Evolution 

durch den Menschen.“ Mit der Zeit entstanden Tiere, die hart genug für eine 

Dauerbelastung in Schnee, Eis und großer Kälte sind; „mit der Mentalität von 

Marathonläufern“, und welche aus geringen Futtermengen maximale Energie 

aufbauen können. Die Zucht brachte außerdem instinktsichere, soziale Gefährten 

 

hervor, die unter Umständen untereinander rauh sein können, dem Mensch als Rudeloberhaupt gegenüber aber keinerlei aggressives Verhalten zeigen. Das Ziel muss es sein, die vorteilhaften Qualitäten der Schlittenhunde in der Rassehundezucht zu erhalten. Ein weiteres Zuchtziel ist es, den ursprünglichen Arbeitswillen, das Temperament und das typische, über Jahrhunderte gewachsene Verhalten und Wesen dieser nordischen Rassen zu erhalten.

(vgl. /18/ )

 

1.4.   Die Schlittenhunderassen

 

1.4.1.  Der Siberian Husky – das Leitbild eines Schlittenhundes

  Der Siberian Husky ist der bekannteste und am weitesten verbreitetste Schlittenhund. Sein attraktives Erscheinungsbild, im Rassestandart als das eines mittelgroßen Arbeitshundes beschrieben, flink und leicht auf den Füßen, frei und elegant in der Bewegung, und natürlich die typische Maske mit den wolfsähnlichen, mandelförmigen Augen machen ihn zum beliebtesten nordischen Hund. Er ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche Funktion als Schlittenhund zu erfüllen und zieht leichtere Ladung bei mäßiger Geschwindigkeit über große Distanzen. Die Körperproportionen des Siberian Husky spiegeln das grundlegende Gleichgewicht von Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer wider. (vgl. /6/, S.15 )

Als die am weitesten verbreitetste nordische Hunderasse ist er der Siberian Husky auf Zuchtschauen sehr häufig vertreten. Die besitzbetonenden Eigenschaften eines Wachhundes fehlen einem Siberian Husky in der Tat völlig. Seine im Gegensatz zu anderen Schlittenhunden doch relativ kleine Statur verrät nicht, dass er in der Lage ist, bis zum achtfachen seines Eigengewichtes zu ziehen. Wie alle anderen nordischen Hunderassen benötigt der Siberian Husky ausreichend Gesellschaft und Bewegung. (vgl. /25/ ) 

 

1.4.2.  Der Alaskan Malamute – die „Frachtlokomotive“ des hohen Nordens

  Als die größten und schwersten unter den Schlittenhunden hatten und haben die Alaskan Malamutes in Alaska, ihrem Ursprungsland, die Aufgabe, Transportprobleme in unwegsamen Gebiet zu bewältigen. Der Malamute-Hund verdankt seinen Namen einem Alaskanischen Inuit-Volk, den Malamuten.

Schon im Körperbau des Alaskan Malamutes zeigt sich in erster Linie seine Eignung zum Ziehen schwerer Lasten.

Würde und Gelassenheit, aber auch Härte, Arbeitswille und Intelligenz zeichnen den Alaskan Malamute aus. Allgemein ist er freundlich-distanziert gegenüber Fremden, aber von anderen Hunden herausgefordert ein harter Gegner. Selbständigkeit und Eigenwille sind bei ihm sehr ausgeprägt und waren früher überlebensnotwendig. Alle diese Eigenschaften in Kombination mit seiner Körpergröße und Kraft machen den Alaskan Malamuten zu einem nicht einfachen Schlittenhund. Erst recht im Rudel oder im Gespann fordern „Sturkopf“ und Kraft in mehrfacher Malamuten-Ausgabe höchste Führungsqualitäten des Gespannlenkers. (vgl. /26/, /15/ )

 

1.4.3.  Der Grönlandhund – „Urform“ aller Schlittenhunde

  Als ursprünglichste und rauste unter den vier international von der FCI anerkannten Schlittenhunderassen wurde der Grönländer in seinem Ursprungsland – Grönland – als Arbeitstier für Zugarbeiten vor dem Schlitten und für die Robbenjagd verwendet. Im Winter sind sie auch heute noch in dieser Gegend das einzig zuverlässige Transportmittel. In seiner Heimat lebte der Grönländer als reine Naturrasse, jedoch wurde er später nach den Bedürfnissen und Vorstellungen der von ihm abhängigen Menschen gezüchtet.

Jean Malaurie beschreibt das Prinzip dieser Selektion: „Mut und Kühnheit, die bei der Bärenjagd sehr kostbar sind, kommen durch die Mutter, und sie muss entsprechend ausgewählt werden; Schnelligkeit und Kraft kommen vom Vater.“ ( /14/, Z.19-20)

In seiner Heimat fristet der Grönlandhund unter den härtesten Bedingungen ein halbverwildertes Dasein, wodurch er ausgesprochen eigenwillig, selbständig und schwer erziehbar ist.

Der Grönlandhund ist ein kräftiger Polarspitz;

dem Menschen gegenüber freundlich und mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt. Auffällig ist die Verwandtschaft dieser Rasse mit den Wölfen. So schreibt der Hundeforscher Eberhard Trumler: „Von den Grönlandhunden wissen wir, dass sie bis in die jüngste Zeit gelegentlich zur Blutauffrischung mit dem in Grönland beheimateten Wolf (Canis lupus orion) verpaart wurden.“

( /1/, S.73, Z.17-18, S.74, Z.1)

Mit hoher Widerstandskraft waren die grönländischen Hunde ideale Helfer bei Expeditionen, u.a. begleiteten sie R.E. Peary, der den Nordpol erreichte, sowie James Cook. 1911 entschied der Norweger Roald Amundsen, dank seiner Grönländer, den Wettlauf um den Südpol. In der Schweiz gibt es die Grönlandhunde schon seit dem Bau der Jungfraubahn; dort werden sie auch heute noch zum Transport von Lebensmitteln und Postsendungen eingesetzt. Jedoch bleibt in unseren Breiten ihre Anzahl eher begrenzt. (vgl. /14/, /17/ )

 

1.4.4. Der Samojede – der weiße Gentleman

  In einer 16,2 Mio. km großen Hölle aus Eis und Schnee – Sibirien – brauchte der Stamm der Samojeden (Nomaden) einen Hund, der ihre Renntierherden hütete, sie gegen Wölfe und Eisbären beschützte und als Jagdbegleiter das Wild aufspürte. Der Samojede wurde nach dem Namen seiner Herren benannt. Diese Hunde galten damals als vollwertiges Familienmitglied und durften nachts in den Zelten des Samojeden-Volkes schlafen, wobei sie gleichzeitig die Kinder der Nomaden wärmten. Sobald ein Hund auch nur die geringsten Anzeichen eines aggressiven Verhaltens aufwies, wurde er vor den Augen seiner vierbeinigen Kameraden umgebracht. Auf diese Weise wurde das gutmütige und freundliche Wesen dieser Rasse bewahrt.

Der Samojede ist einer der Reinsten seiner Art. Im Vergleich zu dem Grönländer wurde diese Rasse nicht mit einheimischen Wölfen gekreuzt. Der Samojede ist ein mittelgroßer, kräftiger und dennoch eleganter Spitz mit einem „lächelnden“ Gesicht und weißer Fellfarbe.

Aufgrund ihrer Ausdauer wählten viele Forscher Samojeden für ihre Expeditionen.

Etha, Amundsens schneeweiße Leithündin, war das erste Lebewesen am Südpol.

Durch die Reiseberichte wurden die Samojeden in der westlichen Welt bekannt.

(vgl. /22/, /23/ )

 

1.4.5. Der Alaskan Husky – Leichtgewicht mit Turbolader

  Alaskan Huskies sind keine eigenständige Rasse, gehören also nicht zu den von der FCI anerkannten Schlittenhunderassen. Es gibt sie in den verschiedensten Farben, mit Steh- oder Schlappohren,  mit blauen oder braunen Augen.

Sie sind die schnellsten Schlittenhunde: langbeinige „Rennmaschinen“, die ursprünglich durch das Einkreuzen von Jagd- und Windhunden entstanden und heute speziell auf schnelles Laufen, Ausdauer und zähe Pfoten gezüchtet. Das äußerliche Erscheinungsbild eines Alaskan Huskies ist bei der Zucht irrelevant – nur das Tempo der „desire to go“ (der Wille zu Laufen) zählen. Auch deshalb besitzt dieser Schlittenhund einen enormen Bewegungsdrang; dennoch ist er genügsam und geduldig mit einem freundlichen Wesen. (vgl. /8/, S.1, /9/,S.13 )

   

2.     Die Entwicklungsgeschichte der Schlittenhunderennen

 

2.1.   Historischer Hintergrund

 

Vor mehr als 4000 Jahren spannten die Tschuktschen, ein Nomadenstamm aus Sibirien, Hunde zu Transportzwecken vor einen Schlitten. Arabische Chroniken berichten bereits aus dem zehnten Jahrhundert über den Einsatz von Schlittenhunden im subarktischen Sibirien; Marco Polo erzählt in seinen Berichten, ebenso wie Francesco da Kollo, von Reisen mit Schlittenhundegespannen.                       

Mit dem in den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Alaska einsetzenden Goldrausches wurde das Befördern von Frachten mit Hundeschlitten ein seriöser Lebenserwerb. In den Wintermonaten wurde damals auch ausgiebig darüber debattiert, wessen Hunde die schnellsten und härtesten waren. Aus kleineren Rennen ging so im Jahre 1908 das „All Alaska Sweepstakes“ hervor: ein Lotterierennen, bei dem der Gesamteinsatz an den Gewinner ausgezahlt wurde. Der erste Gewinner war ein reguläres Postteam mit Lastengeschirren und schweren Schlitten. Doch schon 1909 leitete Scotty Allan die Ära des Schlittenhundesports ein, indem er mit einem speziellen Rennschlitten von nur 31 Pfund Gewicht an den Start ging. (vgl. /8/, S.5 )

 

2.2.   Das Iditarod – Ausgangspunkt der ersten Schlittenhunderennen

 Im Januar 1925 brach in der Goldgräberstadt Nome am Beringmeer eine Diphtherie-Epidemie aus. Der damalige Arzt Dr. Welch erkannte, dass nicht genügend Impfstoffe für die zweitausend Einwohner Nomes vorhanden waren. Da Nome, an einer riesigen Meeresbucht gelegen, schon seit mehreren Monaten vom Eis eingeschlossen war, konnte die lebensrettende Medizin nur durch Schlittenhunde-Teams gebracht werden. Das Serum wurde in Anchorage zusammen gestellt und mittels eines Sonderzuges nach Nenana gebracht, von wo aus es in einer Stafette aus 22 Hundegespannen über ungefähr 1.100 Kilometer nach Nome transportiert wurde. „Wild Bill“ Shannon eröffnete mit seinem Team aus neun Alaskan-Malamutes den legendären Wettlauf um die Zeit, durch wütende Blizzards und Temperaturen unter – 50°C. An der Spitze des letzten Staffelgespannes lief Leonhard Seppalas Leithund „Balto“, der in die Geschichte Amerikas einging; sein Denkmal steht heute in New York. Nach gut einer Woche erreichten die Impfstoffe Nome und binnen kurzer Zeit war die Diphtherie unter Kontrolle. Damals bedeutete es eine fantastische Leistung, eine Strecke, die man unter normalen Umständen in 25 Tagen zurücklegte, in solch kurzer Zeit zu bewältigen. Möglich war dies nur, weil bereits ein befahrener Trail (Strecke) bestand – der Iditarod-Trail.

Er war ursprünglich ein Post- und Versorgungsweg. Das Wort „Iditarod“ aus der Indianer-Sprache bedeutet „Platz in der Ferne“.

Im Jahre 1967 sollte ein besonderes Ereignis zum Anlass des 100. Geburtstags US-Alaskas an die Pioniere des Landes erinnern. 59 Schlittenhundeteams jagten einem Preisgeld von 25.000 Dollar auf einem knapp 80 Kilometer langen Abschnitt des alten Iditarod Trails entgegen.

Zwei Jahre später starteten nur noch 12 Musher um ein geringes Preisgeld. Man sprach vom Ende des Iditarodrennens. Joe Redington, auch bekannt als „Father of the Iditarod", erweckte 1973 das legendäre Rennen wieder zum Leben. Er dehnte die Strecke auf 1800 Kilometer aus – etwa eine Strecke von Berlin bis Moskau – und erhöhte das Preisgeld auf 50.000 Dollar. Das Sieger-Team benötigte für diese Strecke zwanzig, und das zuletzt in das Ziel fahrende Hundegespann zweiunddreißig Tage. (vgl. /4/,S.96-101 )

Die Tradition des „Diphtherie-Rennens“ wurde bis heute fortgeführt. Jedes Jahr, am ersten Samstag im März,  beginnt „The last great Race on Earth“ in Anchorage. Zwischen der Fourth Avenue und der D Street starten die aus zwölf- bis sechzehn Hunden bestehenden Gespanne in zweiminütigen Intervallen.

Sämtliches Material, welches die Musher auf dem Trail benötigen, muss eingeflogen werden. Fast zweitausend Helfer kommen weltweit von überall her, um beim Ablauf dieses Ereignisses mit zu wirken. Die Vorraussetzungen für die Teilnahme am Iditarod- Rennen sind ein Start-Geld von eintausendsiebenhundertundfünfzig Dollar sowie ein Mindestalter von achtzehn Jahren, und außerdem ausreichende Renn-Erfahrungen. Vor dem Start erfolgt ein elektronische Markierung der Tiere, damit sie nicht während des Rennens ausgetauscht werden können.

Ein Verstoß gegen die Renn-Regeln wird mit Geldstrafen bis zu 1000 Dollar geahndet. (vgl. /12/ )

   

2.3.   Das Yukon Quest – das härteste heutige Schlittenhunderennen

 Ausdauer, Härte, Sportlichkeit, Schnelligkeit, Verlässlichkeit, extreme Belastbarkeit und vor allem Natur- und Umweltfreundlichkeit sind Schlagworte die ein weiteres weltweit bekanntes Schlittenhunderennen, das Yukon Quest, charakterisieren.

Das ist ein 1.000 Meilen-Rennen (knapp 1.700 Kilometer) auf einer Strecke von Whitehorse im Yukon Territorium  nach Fairbanks in Alaska. Der Yukon ist, außer einem Fluss, eine riesige Provinz im kanadischen Norden. Die Strecke verläuft auf den Spuren früherer Postfahrer und führt durch teils naturbelassene Landstriche. Auf dem Weg von Whitehorse nach Fairbanks sind drei Berggipfel zu befahren: der King Salomon`s Dome mit 1.300 Metern Höhe, der American Summit, 1.100 Meter hoch, und der Eagle Summit mit einer Höhe von 1.200 Metern. Das Yukon Quest wurde von Roger Williams und Leroy Shank gegründet, worauf ein Jahr später der erste Wettlauf stattfand.

Zwischen Start und Ziel liegen sieben Checkpoints. An jedem Checkpoint werden die Hunde untersucht und kranke oder verletzte Tiere werden aus dem Rennen genommen. In Dawson City muss jeder Musher einen Pflichtstopp von 36 Stunden einlegen. Sieger ist nur, aus wessen Hunde-Team mindestens sechs Tiere die Ziellinie überschritten haben. Den Rekord auf dieser Strecke erzielte Frank Turner 1995 mit einer Bestzeit von zehn Tagen, sechzehn Stunden und zwanzig Minuten. (vgl. /2/, S.5-7, S.10 )

 

 

 

3.     Schlittenhundesport - Heute

 

3.1.   Die Internationale Organisation

 

Im Jahre 1986 entstand der internationale Verband für Schlittenhundesport (IFSS – International Federation of Sled Dog Sport). Ziel dieses Verbandes ist die Aufnahme und die Anerkennung des Schlittenhundesports. Dieser wurde bereits 1932 an der Olympiade in Lake Placid zum Demonstrationszweck als olympische Disziplin vorgeführt.

Die IFSS selbst ist seit Oktober 1989 Vollmitglied der AGFIS (Association Generale des Fédérations Internationales de Sport).

Seit 1970 werden wettkampfmäßige Schlittenhunderennen in der Schweiz veranstaltet. Zu Beginn der 80’er Jahre setzte eine rasante Entwicklung des Schlittenhundesports ein. Gleichzeitig stieg auch die Popularität der amerikanischen Rennen. Dies führte 1986 zur Gründung des ersten schweizerischen Verbands für Schlittenhundesport (SVS). Er änderte 1995 seinen Namen in schweizerischer Musher Verband (SMV). Auch der deutsche Schlittenhundesport wurde bis 1986 durch den SKNH (Schweizerischer Klub für Nordische Hunde) gefördert. (vgl./13/ )

In Deutschland gibt es zwei verschiedene Bereiche des Schlittenhundesports: Der erste, dem die Vereine und Gespannführer der sogenannten „offenen Szene“ (nicht reinrassige Hunde im Sinne der FCI) angeschlossen sind, ist organisiert im DSSV     (Deutscher Schlittenhundesport Verein). Der andere verbindet jene Sportvereine, in welchen nur Schlittenhunde mit von der FCI anerkannten Papieren zugelassen werden; die AGSD (Arbeitsgemeinschaft Schlittenhundesport Deutschland). Während der DSSV der IFSS (nicht reinrassiger Verband) angehört, ist der AGSD Mitglied der WSA (World Sled Dog Association, reinrassiger Verband). (vgl. /28/ )

 

 

3.2.   Das Renngeschehen

 

Alaska war, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Ausgangspunkt für die ersten Schlittenhunderennen. Kurz darauf entwickelte sich dieser Sport rasant in Nordamerika. Zur selben Zeit fand der Schlittenhundesport auch in den skandinavischen Ländern, vor allem in Norwegen, immer zahlreichere Anhänger. In Zentraleuropa fanden die ersten Rennen in den Fünfziger-Jahren statt. Bereits in mehr als fünfzehn Ländern Europas wird heute diese Sportart wettkampfmäßig ausgeübt; sie entwickelte sich zu einem Hochleistungssport.

Der Schlittenhundesport orientiert sich an der Leistungsfähigkeit der Hunde, und versucht ihre speziellen Fähigkeiten durch den Einsatz des Schlittenhundes zu bewahren, sowie einen Wettkampf zum Vergleich der züchterischen Leistungen zu führen.

Schlittenhunde sind stark rudelorientiert – sie fühlen sich in der Meute am Wohlsten. Zudem sind sie robuste und laufwillige Tiere mit einem enormen Bewegungsbedürfnis. Der Drang zum Vorwärtslaufen sowie das Bedürfnis zu Arbeiten liegt allen nordischen Hunderassen im Blut. Mit den verschiedenartigsten Trainingsutensilien stehen zahlreiche Möglichkeiten der rassegerechten Bewegung und Beschäftigung dieser Tiere offen. Doch um diese Sportart auszuüben braucht man nicht nur eine besondere Lebenseinstellung, sondern auch eine Menge an Erfahrung und vor allem Fachwissen. Die „Mushersprache“ ist eine ganz eigene, die sich im Laufe der Jahrhunderte, überwiegend auf der Nordhalbkugel, entwickelt hat. (vgl. /13/ )

„North to Alaska, go north the Rush is on...“ Schlittenhunde und ihre Besitzer haben “ihre eigene Nationalhymne”: „North to Alaska“ von Mike Phillips. ( /3/, S.1 ) Man hört sie als Besucher auf Schlittenhunderenn-Veranstaltungen fast so oft wie das Heulkonzert eines vorfreudigen Huskyrudels. Hierzu ein Zitat von Dieter Kreuzkamp (Autor): „Nur traurige Huskys heulen nicht.“ Und wer schon einmal ein Schlittenhunderennen besucht hat, weiß: dort gibt es (fast) nur glückliche Hunde, denn sie sind dort, um das zu tun, wofür sie leben und worin sie ihre Erfüllung finden: Laufen.

Besonders in der Wintersaison  (Oktober - März, je nach Witterung und Schneelage) ist die Anzahl der Gespanne auf den Stake-Out Plätzen oft nicht zu überschauen. Ein Stake-Out-Platz ist das „Fahrerlager“ eines Schlittenhunderennens: In Abständen von vier bis fünf Metern liegen Konstruktionen aus Ketten und Drahtseilen auf Schnee bzw. Erde und Stroh, womit ein ganzes Schlittenhunderudel vor dem Start im Freien angebunden werden kann. Von einer langen Hauptkette zweigen in regelmäßigen Abständen kürzere Ketten oder Seile für die einzelnen Hunde ab: so gibt es keine Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Tieren. Außerdem befinden sich auf dem Stake-Out-Platz die Fahrzeuge (Wohnwagen/Zelte) und Hundeanhänger/ bzw. -transporter der jeweiligen Musher. (vgl. /21/ )

In Mitteleuropa finden die meisten Rennen an Wochenenden statt. Größere Veranstaltungen, z.B. das Alpirod in den Alpen oder die Trans-Thuringia in Thüringen (längstes Etappenrennen Mitteleuropas) und besonders die skandinavischen und nordamerikanischen (Alaska-) Rennen dauern jedoch oft tagelang an.

Gibt es auch eine Menge internationale Unterschiede, so ist eines bei jedem Schlittenhunderennen gleich: Vor dem Wettbewerb treffen sich alle Musher mit der Rennleitung, um nötige Informationen über das bevorstehende Rennen auszutauschen (Musher-Meeting). Außer den Mushern spielen auch die Doghandler eine wichtige Rolle. Sie helfen ihren Mushern, sich auf den Rennen und auch beim Training um die Versorgung der Hunde zu kümmern, wobei sie oft ein genauso inniges Verhältnis zu den Tieren aufbauen wie der Musher selbst.

Ein dogteam (internationale Bezeichnung für ein Hundegespann) besteht aus mindestens einem Schlittenhund und einem Musher, dem Gespannlenker (aus franz. marcher = marschieren); in Alaska und Kanada auch dogdriver genannt.

Es starten verschiedene Kategorien, die nach Anzahl und Rasse der eingespannten Hunde unterschieden werden. (à Anhang)

Je nach Länge des Trails, der gespurten Strecke auf der das Team fährt, unterscheidet man drei verschiedene Renn-Arten: Sprint-, Middle-Distance-, und Long-Distance-Rennen. Letztere werden überwiegend im hohen Norden (z.B. Yukon Quest) gefahren; aber auch in Mitteleuropa finden Sprint- und Middle-Distance-Rennen statt.  

Die Schlittenhunde haben im Gespann, je nach ihrer Position, verschiedene Aufgaben. Der an der Spitze des Gespannes laufende Hund wird als Leader (Leithund) bezeichnet. Er übernimmt sozusagen eine „Sonderrolle“, auf die wir im Laufe der Arbeit noch näher eingehen möchten.

Startet das Dogteam (Hundegespann) in „double-lead“, wird neben dem Leithund ein zweiter Hund eingespannt, wobei dieser als Co-Leader den Leithund bei der korrekten Umsetzung der Kommandos des Mushers unterstützt. Direkt hinter dem Leithund laufen die in der Regel sehr schnellen Tiere, die „swing-dogs“. Hunde, die direkt vor dem Schlitten eingesetzt werden, heißen „wheel-dogs“ oder Wheeler: sie haben die Aufgabe, in extremen Kurven den Schlitten in der optimalen Fahrlinie zu halten. Außerdem sind die Wheeler in der Regel etwas kräftiger gebaut; sie leisten deshalb den größten Teil der Zugarbeit. Alle anderen Hunde im Gespann, zwischen den „swing-dogs“ und den Wheelern  nennt man „team-dogs“. (vgl. /20/ )

Die soeben beschriebene Gespannform ist die bei deutschen Rennen gebräuchlichste: das Doppelgespann, auch „double-“, „tandem“- oder „gang-hitch“ genannt. Dabei läuft der Leithund direkt an der zentralen Hauptzugleine („gang-line“); die anderen Tiere sind über kurze Zugleinen („tug-lines“) paarweise nebeneinander verbunden. Außer dieser Doppel-Renneinspannung gibt es noch zwei andere Einspann-Varianten: Die single-tandem-hitch wird im Pulka-Sport, einer Schlittenhundesport-Kategorie verwendet. Hier laufen ein bis zwei Hunde einzeln hintereinander, und an den Seiten verlaufen Zugstangen oder -leinen zur Pulka, einer mit Gewichten beschwerten Kunststoffwanne.  

Auf den breiten zugefrorenen Gletschern und Fjorden Grönlands sowie Alaskas oder Skandinaviens kennt man eine weitere Gespannart: die „fan-hitch“. Dies ist ein Fächergespann, d.h. jeder der einzelnen Schlittenhunde ist mit einer separaten Leine am Schlitten befestigt. Diese Form hat den Vorteil, dass die Tiere selbständig wählen können, wo sie laufen - die stärkeren in der Mitte, wo die Zugkraft gebraucht wird, die schwächeren weiter außen; hier können sie ihr Geschwindigkeitsniveau dem der schnelleren Hunde angleichen, ohne sich zu überanstrengen. Außerdem schützt die Fächergespannform Musher und Schlittenhunde vor gefährlichen Abstürzen in Gletscherspalten.

Jeder Schlittenhund trägt, ob im Rennen oder Training, ein Geschirr („harness“). Es besteht aus leichtem, wasserabweisendem Band-Material und erleichtert dem Hund, seine Zugkraft optimal auf die Zentralleine zu übertragen. Die Geschirre sind so gearbeitet, dass die Hauptzuglast nicht fälschlicherweise auf der Wirbelsäule, sondern auf Schultern und Brustkorb des Hundes liegt; an diesen Stellen ist das Geschirr verstärkt gepolstert.

Durch eine kurze „neck-line“, die am Halsband befestigt wird, sind die Tiere mit der gang line verbunden.

Eines der wichtigsten Geräte, um überhaupt Schlittenhundesport zu betreiben, ist der Schlitten. Die meisten Musher setzen auf Schlitten aus geleimten Eschenholz, da diese sich schon Jahrhunderte lang bewährt haben. Auch solche aus Aluminium oder Karbon werden neuerdings angefertigt – solche werden, da sie extrem leicht und gut lenkbar sind, von den meisten „Profi-Mushern“ gefahren.  

Ein Hundeschlitten ist aus mehreren Teilen konstruiert; jedes hat eine wichtige Funktion. Reichen die Kommandos eines Mushers nicht aus – ein Problem, das bei diesen lauffreudigen Tieren nicht selten auftritt, betätigt er mit dem Fuß die „hook“ (Schlittenbremse), oder er wirft, in besonders schwierigen oder gefährlichen Situationen, den Schneeanker aus, eine über ein Seil am Schlitten befestigte Stahlkralle, die zum Sichern in den Schnee getreten oder an einem stabilen Baum bzw. Pfosten eingehakt wird. Diese Kralle ist so konstruiert, dass sie sich bei Zug tiefer in den Schnee frisst.

Während der Fahrt mit dem Schlitten steht der Musher in der Regel auf den „runners“, den Schlittenkufen, die wie Skier gewachst werden müssen. Außenstehenden mag das Wachsen dieser Kufen wie eine Geheimwissenschaft für Alchimisten vorkommen, doch ein erfahrener Musher weiß, dass ohne Wachs nichts mehr geht. Ein gut gleitender Schlitten bedeutet erleichterte Arbeit für die Hunde – und vielleicht sogar den Sieg. (vgl. /11/, S.26 )

Jeder Schlitten muss, entsprechend den Rennregeln, über einen Transportsack verfügen. Er wird auf dem „basket“, der Ladefläche des Schlittens, angebracht, um eventuell verletzte oder ermattete Hunde zu transportieren. Eine sehr alte Rennregel besagt, dass ein Dogteam immer mit allen Hunden durch das Ziel fahren muss, ansonsten ist ein möglicher Sieg, oder eine Platzierung ungültig. Der Schlittensack enthält auch die vorgeschriebene Ersatzausrüstung. Sie enthält zum einen Erste-Hilfe-Versorgungs-Materialien, Wasser für Mensch und Tier, und auch Zweitgeschirre, falls es, z.B. bei Starts nach Ruhepausen, zum Reißen eines Geschirres kommt. Zum anderen befinden sich im Ersatzgepäck sogenannte Booties: kleine Stiefelchen aus Filz oder Wachstuch mit Klettverschluss für die Hundepfoten; sie schützen bei aggressiven Schnee- und Eisverhältnissen vor Verletzungen.

Um zu verhindern, dass sich die Hunde an der Front des Schlittens verletzen, falls dieser bei steilen Bergab-Passagen (aus Unachtsamkeit des Mushers) auf das Gespann auffahren sollte, ist dort zum Schutz der „brushbow“ (runder Bogen) angebracht. Der Musher hält sich an der „handlebar“ fest, um bei rasanter Fahrt nicht das Gleichgewicht zu verlieren. (vgl. /24/ )

Die „Mushersprache“ umfasst verschiedene Kommandos; sie waren und sind noch in den weiten Gebieten des hohen Nordens überlebenswichtig für die Inuits, in Europa haben sie sich als Leithilfe des Gespannführers eingebürgert.

„Gee!“ ertönt die Stimme des Mushers – der Leader führt das Gespann nach rechts. Kurz vor der nächsten Abzweigung hört er „Haw!“ – es geht nach links. Diese zwei wichtigen Laute aus der Sprache der Inuits sind für Hundeohren leichter zu entscheiden als die Worte „rechts“ und „links“: sie werden deshalb von den meisten Mushern verwendet. Von ihnen abgeleitet sind „Come Gee!“ sowie „Come Haw“ für 180°-Wendungen nach rechts bzw. links. „Go!“ oder „Hike“ sind als Startkommandos fast immer unnötig, da es den Schlittenhunden angeboren ist, loszurennen, wenn sie losgelassen werden. Wichtiger ist das Haltekommando „Whoa“, meist zusammen mit der Schlittenbremse angewendet. (vgl. /16/ )

 

3.3.   Die Anforderungen an einen Musher

 

„Der beste Hund seines Gespannes ist der Schlittenhundeführer.“ Dieses sehr alte Sprichwort von Buck Landru benennt die wichtigste Vorraussetzung für das Zusammenwirken eines dogteams: Der Musher selbst spielt die Rolle des “Oberleithundes“ – er hat die Pflicht, Anordnungen und die Befehle zu geben, alle Entscheidungen vor, während und nach dem Training bzw. Rennen zu treffen.

Der Schlittenhundesport stellt für einen Musher eine Höchstanstrengung dar; sowohl physisch (enormer Kraftaufwand, Rennen, Bremsen, Witterungseinflüsse, etc.) als auch psychisch (fortwährende Aufmerksamkeit, Kontrolle von Tier und Gelände, Korrektur von Fehlern).

Als Musher gänzlich ungeeignet sind im Allgemeinen Kinder und altersbedingt schwache Menschen, sowie unbeherrschte, launige oder inkonsequente Personen, oder solche ohne jegliche Hundeerfahrung.

Das Schlittenhunderennen an sich bedeutet die wahre Prüfung des Mushers und seines Teams. So hart wie seine Hunde muss der Gespannführer sein, wenn die Rennsaison im Spätwinter mit der sportlichen Konkurrenz einsetzt. Es gilt nun, das Gleichgewicht zu halten, wenn der federleichte Schlitten (ca. 8 kg) ähnlich einem Gummiball auf der rauen Piste auf und ab hüpft. Äußerste Konzentration wird gefordert, denn bald muss die eine, bald die andere Kurve genommen werden. Der Schweiß fließt nicht ohne Grund – der Musher muss alle Unebenheiten ausgleichen; bergauf wird der Schlitten selbstverständlich geschoben – jetzt wird deutlich, ob sich das Ausdauertraining gelohnt hat. Jeder Hund im Team muss stets sorgfältig beobachtet, mit Kommandos angetrieben oder in seine Schranken verwiesen werden.

Der Lohn für die harten Anstrengungen eines langen Renntages sind schließlich die Augenblicke, in denen sich der Erfolg einstellt. (vgl. /19/ )

 

 

 

4.     Der Schlittenhund als Sportler

 

4.1.   Besondere Anatomie von Schlittenhunden und Leistungsphysiologie im Hochleistungssport

 

Wenn man die Schlittenhundeteams während eines Rennens entweder in Natura oder auf einer Videoaufzeichnung beobachtet, kann man die unglaubliche Stärke und Flexibilität dieser athletischen Körper bewundern. Diese Qualitäten erlauben dem Schlittenhund, die von ihm erwünschte Leistung zu erbringen. Das biomechanische Gleichgewicht ist für das Leistungsvermögen eines nordischen Hundes von größter Wichtigkeit. Die Fähigkeit, eine bestimmte Geschwindigkeit über längere Zeit beizubehalten, erfordert nicht nur die Anpassung des Muskel- und Skelettsystems, sondern auch die des Kreislauf-Atmungs-Stoffwechsel- und Hormonsystems an das erwünschte Leistungsniveau für den Erfolg des dogteams.

Die Leistungsphysiologie untersucht die Lebensfunktionen eines Schlittenhundes unter den Bedingungen des sportlichen Einsatzes im Training und beim Rennen. Sie ergibt sich aus „verschiedenen Einflussgrößen, die als Folge Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer bedingen und ihre Gesamtheit als Ergebnis zur Rennleistung führen.“ Laut D. Kriegler (auf Schlittenhunde spezialisierte Tierärztin) entsteht die Bewegungsdynamik bei Schlittenhunden durch ein „Wechselspiel von Bewegungsabläufen, deren Prinzip in einer Verschiebung des Schwerpunktes nach vorn besteht [...]“ Der Laufimpuls verläuft also immer von einem Hinterbein ausgehend; es folgt eine Gelenkstreckung und daraus entwickelt sich die Schubkraft. Dabei spielen die Vorderbeine die Rolle des „abfederndes(n) Auffangsystem(s)“

( /5/, S.9, Z.12-18 ) Zur Änderung der Geschwindigkeit wechselt der Hund in eine schnellere Gangart, und die Schrittfrequenz wird vergrößert.

 

In der Regel sind Schlittenhunde von Geburt an robuste Tiere und kaum anfällig für Krankheiten. Wird der Schlittenhundesport als Hochleistungssport ausgeübt, können allerdings gesundheitliche Probleme auftreten. Hier gilt: „Athletische Hunde sind genauso anfällig für Verletzungen wie Sportler“.

Als Atemnot zum Beispiel bezeichnet man eine erschwerte Atmung: Der Organismus wird mit Milchsäure überschwemmt, weil der Muskelstoffwechsel überwiegend anaerob abläuft (ohne Sauerstoff). Diese Atemnot kann durch Training und Reduzierung des Körpergewichtes gemindert werden. Das Hecheln eines Hundes (die Regelung der Temperatur durch Verdunstung über die Zunge) ist keineswegs mit einer Atemnot gleichzusetzen; oft wird dies fälschlicherweise wegen unzureichender Kenntnis als Tierquälerei verstanden.

Schlittenhunde verfügen über hervorragende Möglichkeiten, ihren Stoffwechsel an die zu leistende Lauf- und Zugarbeit anzupassen. Ab einem gewissen Punkt beim Laufen entsteht Sauerstoffmangel, aber Sauerstoff wird benötigt, um die notwendige Energie zu gewinnen. Der Zeitpunkt, an dem der Sauerstoffmangel auftritt, wird bei Schlittenhunden allerdings erst sehr spät erreicht. Die Leistungsfähigkeit und Ausdauer von Schlittenhunden ist daher zu begründen, dass sie die Fähigkeit besitzen, auch bei sehr hohem Bedarf an Energie diese unter Beteiligung von Sauerstoff zu bilden.  Jedes Rennen, welches länger als drei bis fünf Minuten dauert, setzt Ausdauer bei dem Hundeorganismus voraus. Man definiert Ausdauer als Basis für Kraft und letztendlich Schnelligkeit. Das Ausdauertraining wirkt gezielt auf eine Verbesserung der wichtigsten Körperfunktionen – Herz-Kreislauf, Lunge, Stoffwechsel – worauf durch weiteres Training Kraft- bzw. Schnelligkeitsausdauer aufgebaut werden können, was schließlich das Ziel des Trainings darstellt.

„Die Beachtung der Leistungsphysiologie ist die wichtigste Vorraussetzung für das körperliche Leistungsvermögen der Hunde.“( /5/, S.9, Z.26-27 ) Als Musher trägt man eine hohe Verantwortung den Tieren gegenüber; die Grundregeln eines richtigen Trainingsaufbaus sind unbedingt einzuhalten. Leider siegt oft der persönliche Ehrgeiz des Gespannführers über die Außentemperatur, oder viel zu junge Hunde werden untrainiert eingespannt. (vgl. /5/, S.9-11 )

Bei der Ernährung des Leistungshundes ist ein wichtiger Grundsatz zu beachten: Für mehr körperliche Bewegungsleistung ist mehr Energie notwendig. Die Ernährungsbedürfnisse von solchen Tieren unterscheiden sich von deren anderer Hunde vor allem in Hinsicht auf den Energiegehalt der Nahrung. Es ist überaus wichtig, bei einem Leistungshund die Eiweiß-/ und Fettversorgung zu überprüfen. Erst nachdem der Hund seine Glykogenreserven (Kohlenhydrat-Reserven in Leber und Muskeln) verbrannt hat, bildet er die nötige Energie aus Fettsäuren, deshalb sollte die Energieversorgung vorrangig über Fette erfolgen. Während der Rennsaison ist es üblich und sinnvoll, fettreicher zu füttern als in den Sommermonaten.

(vgl. /10/, S.40 )

 

 

4.2.        Ausbildung und Training des Schlittenhundes

 

 „Jedes soziale Lebewesen benötigt eine sinnvolle Aufgabe. Gute Ernährung und Unterbringung reichen nicht aus. Für das Wohlbefinden des Hundes ist es wichtig, verschiedene Tätigkeiten ausführen zu dürfen. Je differenzierter diese Aufgaben sind, desto eher wird der Schlittenhund bereit sein, auf das eigentliche Training zu reagieren [...]“ ( /5/, S.33 ) Man sollte sich stets vor Augen halten, dass ein Schlittenhund nur die Handlungen ausführt, die ihm angeboren sind oder durch Übungen beigebracht wurden. Es ist immer nur ein Fehler des Trainers, wenn der Hund Kommandos nicht befolgt oder Handlungen ausführt, die unerwünscht sind. „Ein Hund macht keine Fehler“ Es liegt in der Verantwortung des Mushers, die Situation so zu gestalten, dass seine Schlittenhunde ihre Aufgaben gut bewältigen können, denn nur dann sind sie glücklich. In Alaska, der Wiege des Schlittenhundesports, heißt es nicht umsonst: „Keep your dogs happy.“

Die Ausbildung eines Schlittenhundes setzt bestimmte Regeln voraus, die auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen. Sie heißen: Tierliebe, Tierkenntnis, Geduld, Selbstkontrolle, Konsequenz und Regelmäßigkeit. Einer der größten Fehler, die man in seiner Beziehung zu einem Schlittenhund machen kann, ist, ihn „im herkömmlichen Sinne als Hund zu betrachten“. ( /19/ )

Schlittenhunde sind „Athleten der Gattung Hund“. In Folge dessen ändert sich beim Training das Verhältnis  Herr -    Hund in eine Trainer-Sportler-Beziehung. Nun liegt die gesamte Verantwortung für die letztendlich resultierende Leistung bei dem Musher.

Ein alter Ausspruch George Attlas (Mitbegründer des Yukon Quest) fasst die Einstellung eines Mushers zu seiner Beziehung mit dem Schlittenhund zusammen: „[Ein Hund] ist nur ein Hund und deshalb benimmt er sich wie ein Hund und denkt wie ein Hund.[...] Wenn also im Team ein Fehler vorkommt, dann hast du ihn gemacht und nicht der Hund.[...] Du hast seine physischen und mentalen Fähigkeiten falsch eingeschätzt.“ ( /19/ )  Ein Schlittenhund muss aus diesem Grund lernen, dass das Schlittenziehen eine seriöse und befreiende Arbeit, aber kein disziplinloses Spiel ist. (vgl. /19/ )

Der Sinn des Trainings von nordischen Hunderassen ist, alle Organsysteme, die an der Lauf- bzw. Zugleistung beteiligt sind, an die später geforderte Leistung anzupassen. „Viele Musher sind schlechte Trainer; bevor man überlegt, wie man einen guten Hund bekommt, sollte man überlegen, wie man ein guter Trainer wird. [...] Es ist meine Aufgabe als Trainer, mir zu überlegen, wie ich es einem langsameren Hund leichter machen kann, dass Niveau des Teams zu erreichen.“ (Kathy Frost) ( /5/ ,S.9 )

Es gibt verschiedenste Schlittenhunde-Trainingskonzepte; sie unterscheiden sich durch die zu trainierenden Rassen und das Ziel des Trainings – sei es Ausdauerleistung für Long-Distancerennen oder Schnelligkeit auf Sprint-Strecken. Viele Eigenschaften machen einen guten Trainer aus: Die Fähigkeiten, selbstkritisch und immer aktuell informiert zu sein, gehören ebenso dazu, wie der Wille, nach einem eigens maßgeschneiderten Trainingsplan in hoher Qualität mit seinem Team zu trainieren. Das Training gliedert sich in der Regel in zwei Phasen: In ein Kraft-/bzw. Arbeitstraining und ein Geschwindigkeitstraining. Während beim Krafttraining weniger Wert auf Tempo und rasche Gangarten gelegt, sondern mehr auf körperlichen Einsatz und wuchtige Zugarbeit gearbeitet wird, werden im Geschwindigkeitstraining allmählich Schnelligkeitsabschnitte eingelegt; hier erwartet der Musher eine hohe körperliche Anstrengung von den Tieren; in ihrer schnellsten Gangart. ( vgl. /19/ )

Von besonderer Wichtigkeit ist hierbei, dass es feststeht, welcher Hund das Gespann führt. Schon Asbjörn Erdal-Ase wusste: „70 Prozent der Leistung eines Teams hängen vom Leithund ab.“ ( /7/, S.53, Z.24 )

Leithund zu sein, dass bedeutet an der Spitze laufen zu wollen, von dort aus das dogteam zu motivieren und zuverlässig zu sein. Kommandosicherheit ist ebenfalls eine Vorraussetzung. Der Lernerfolgt bleibt eine Frage der Zeit, die der Musher investiert. Im „lead“ zu laufen heißt für einen Schlittenhund auch immer, einem zusätzlichen Stressfaktor ausgesetzt zu sein, schließlich übernimmt der Leithund als Führer des Teams die größtmögliche Verantwortung. (vgl. /7/, S. 53 )

 

Nachwort

Nun, nach der Fertigstellung unserer Seminarfacharbeit, können wir, Beatrice Dachsel und Doreen Heerd, zufrieden auf eine Zeit zurückblicken, in der wir neben vielem Wissen auch neue Erfahrungen über Schlittenhunde sammeln konnten.

In mehreren Kapiteln stellten wir den Ursprung, den Einsatz sowie die Individualität der Schlittenhunde dar; verbunden mit geschichtlichen, geografischen, sozialen und biologischen Aspekten.

Da der vorgegebene Umfang der Arbeit begrenzt war, weshalb wir uns auf das Wesentliche des Themas konzentrierten, konnten wir nur einzelne Aspekte über Schlittenhunde betrachten und waren gezwungen, so manche Frage offen zu lassen. Auf diese würden wir gerne in unserem Kolloquium näher eingehen.

Zum Abschluss möchten wir uns hiermit bei allen Personen (und natürlich auch bei allen Schlittenhunden) bedanken, die uns bei der Erstellung dieser Arbeit hilfreich zur Seite gestanden haben; vor allem danken wir Familie Meissner, welche seit längerem im Schlittenhundesport und in der Schlittenhundezucht aktiv ist und uns somit tatkräftig unterstützen konnte, sowie Monika und Jörg Dachsel, denn ohne sie wäre uns nie die Idee gekommen, eine Seminarfacharbeit über Schlittenhunde zu schreiben.

 

Quellen- und Literaturverzeichnis

 

/1/        Birr, Ursula/ Krakauer, Gerald/ Osiander, Daniela: Abenteuer Hund. Reisen zu den Wurzeln einer Partnerschaft, vgs, Köln 1996

/2/        Ganß, Christina: Yukon Quest, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 3/98, April 1998, Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch

/3/        Grundel, Heinz: Geliebte Schlittenhunde, Cartoons Verlag, 2000

/4/        Kreuzkamp, Dieter: Husky Trail. Mit Schlittenhunden durch Alaska, Sierra bei Bertelsmann, 2. Auflage, München 2001

/5/        Kriegler, Dagmar: Die Leistungsphysiologie sportlich eingesetzter Schlittenhunde, In: Husky Fachmagazin, Ausgabe November/ 1999-04, Hrsg.: Präsidium des Deutschen Schlittenhundesport Verbandes (DSSV), Ropertz, Rudi, Borken

/6/        Linzenmeier, Dorle: Siberian Husky, Falken Verlag, Niedernhausen, 1997

/7/        Merkel, Angelika: Training Spezial. Leithunde, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 5/ 1999, Juni 1999,  Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch

/8/        Pfirstinger, Rico: Schlittenhunde, Kosmos Verlag, Stuttgart 1998

/9/        Schlegl-Kofler, Katharina: Husky, Gräfe und Unzer, München 1997

/10/     Stauner, Theresia: Ernährung, In: Husky Fachmagazin, Ausgabe Juni/ 1999, Hrsg.: Präsidium des Deutschen Schlittenhundesport Verbandes (DSSV), Ropertz, Rudi, Borken

/11/     Weschle, Bernd: Wachsanleitung, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 8/98, Dezember 1998, Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch

/12/     URL:http://www.alaska-into.de/dogmushing/iditarod/alaska_iditarod.shtml

            Zugriff am: 21.07.2002, 11:02

/13/     URL:http://www.dogteam.ch/geschichte.htm

            Zugriff am: 21.07.2002, 11:13

/14/     URL:http://www.huskyman-online.de/groeni.htm

            Zugriff am: 23.07.2002, 19:25

/15/     URL:http://www.huskyman-online.de/malamute.htm

            Zugriff am: 20.07.2002, 20:34

/16/     URL:http://www.huskyman-online.de/sprache.html

            Zugriff am: 20.07.2002, 12:45

/17/     URL:http://www.huskytan.de/deutsch/rassen/rassen.htm

            Zugriff am: 23.07.2002, 19:32

/18/     URL:http://www.huskyworld.de/sled/sleddog.htm

            Zugriff am: 23.07.2002, 14:50

/19/     URL:http://www.huskyworld.de/sport/gehorsam.htm

            Zugriff am: 20.07.2002, 12:37

/20/     URL:http://www.huskyworld.de/sport/sport1.htm

            Zugriff am: 20.07.2002, 13:07

/21/     URL:http://www.huskyworld.de/sport/sport2.htm

            Zugriff am: 20.07.2002, 12:56

/22/     URL:http://www.samojeden.net/Der%20Samojede.html

            Zugriff am: 21.07.2002, 11:26

/23/     URL:http://www.samoyed.de/samojede/hauppteil_samojede.htm

            Zugriff am: 21.07.2002, 11:29

/24/     URL:http://www.schecker.net/husky75/seite_5452.html

            Zugriff am: 20.07.2002, 21:00

/25/     URL:http://www.schecker.net/husky75/seite_5499.html

            Zugriff am: 20.07.2002, 20:40

/26/     URL:http://www.schecker.net/husky75/seite_6328.html

            Zugriff am: 20.07.2002, 21:11

/27/     URL:http://www.schecker.net/husky75/seite_17198.html

            Zugriff am: 20.07.2002, 20:47

/28/     URL:http://www.schlittenhundejugend.de/index2.htm

            Zugriff am: 26.07.2002, 17:03

/29/     URL:http://www.schlitenhundejugend.de/seiten/berichte/top2.htm

            Zugriff am: 22.07.2002, 17:00

 

Abbildungsverzeichnis

 

Abbildung      1          Quelle:            eigenes Bild

Abbildung      2          Quelle:            Weyer, Helfried: Schlittenhunde, Eulen Verlag

                                                           Freiburg 1995, Seite 9

Abbildung      3          Quelle:            eigenes Bild

Abbildung      4          Quelle:            www.danube-

                                                           lowland.at/dwir/dHunde/dEpona/depona/_fotos.htm

Abbildung      5          Quelle:            www.alaskanmalamute.at/fotogalerie1.htm

Abbildung      6          Quelle:            www.naegel.onlinehome.de/#Info

Abbildung      7          Quelle:            www.dreamfromrussia.de/Fotos2.html

Abbildung      8          Quelle:            www.schlittenhunde.de/deutsch/frames_

                                                           statement.htm

Abbildung      9          Quelle:            www.alaska-dogmushing.de/_dog.html

Abbildung      10       Quelle:            www.alaska-dogmushing.de/_dog.html

Abbildung      11       Quelle:            www.ssct.de

Abbildung      12       Quelle:            www.ssct.de

Abbildung      13       Quelle:            www.ssct.de

Abbildung      14       Quelle:            www.ssct.de

Abbildung      15       Quelle:            www.ssct.de

Abbildung      16       Quelle:            www.ssct.de

 

 

 

Arbeitsaufteilung

 

 

Die Schülerin Doreen Heerd erarbeitete die Kapitel:                 1.1; 1.3.;  1.4.3.; 1.4.4.; 1.4.5.; 2.1.; 2.2.; 2.3.; 3.1.

 

 

Die Schülerin Beatrice Dachsel erarbeitete die Kapitel:           1.2.; 1.4.1; 1.4.2; 3.2.; 3.3.; 4.

 

 

 

Versicherung

 

 

Ich versichere hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und eigenhändig ohne Verwendung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten und nicht veröffentlichten Schriften entnommen sind, wurden als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit ist in gleicher oder ähnlicher Form noch nicht als Prüfungsarbeit eingereicht worden.

 

 

 

Kälberfeld/Hörselberg, 2002-10-10

 

 

 

Doreen Heerd                                                                     Beatrice Dachsel

 

 

 

Anhang

A1.    Kategorien des Schlittenhundesports

S:

Skandinavierklasse

Musher bewegt sich selbst auf Langlaufski hinter seinem Team

Skijöring

Musher ist direkt mit Hundeteam verbunden

Pulkaklasse

Zwischen Musher und Gespann befindet sich die Pulka (Kunststoffwanne, wirkt als Gewicht)

S-Velo

Fahrradklasse

1 Schlittenhund vor dem Fahrrad mit einer langen Leine verbunden

Rollerklasse

Roller (vergleichbar mit Mountainbikesport)

1 Schlittenhund mit langer Leine verbunden

D

max. 2 Schlittenhunde vor dem Schlitten (bei Schneemangel àTrainingswagen)

 

 D1

Siberian Huskys

                                                              D2

Grönländer, Malamute, Samojede; getrennt bei mind. 3 Gespannen pro Klasse

C:

2-4 Schlittenhunde

C1/ C2; Wertung à wie D

B:

4-6 Schlittenhunde

es wird nur gewertet, wer mit mind. 4 Hunden im Gespann über die Ziellinie fährt

A:

6-8 Schlittenhunde

Einteilung und Wertung à wie D

es wird nur gewertet, wer mit mind. 6 Hunden im Gespann über die Ziellinie fährt

O:

offene Klasse

mind. 8 Schlittenhunde, Anzahl nach oben offen

Einteilung und Wertung à wie D