1.
Ursprung, Zucht und Individualität der Schlittenhunderassen
1.1.
Entstehung und Verbreitung der nordischen Hunde
Schlittenhunde
sind Tiere mit einer langen Geschichte – oft waren sie die Helden von Mythen,
Büchern und Filmen. Ausgrabungen und Zufallsfunden zu Folge könnte der
„Nordlandhund“ – wie ihn die Zoologen bezeichnen – bereits vor 4000, möglicherweise
auch schon vor 12000 Jahren existiert haben.
Schon
vor mehr als viertausend Jahren wurden in Sibirien Schlittenhunde zur
Fortbewegung verwendet. Die Volksstämme der Samojeden, Korjaken und
Tschuktschen sowie einige andere nomadische Völker nutzten die genügsamen
Tiere auf ihren ausgedehnten Jagdreisen in der Weite der arktischen Regionen.
Auf ihren Wanderungen brachten sie diese Hunde auch in andere Teile der nördlichen
Halbkugel, vor allem aber über die Beringstraße nach Alaska und das übrige
Nordamerika.
Die Geschichte und Mythologie der Eskimos und
Indianer sind auf das Engste mit dem Ursprung der Schlittenhunde verknüpft. Bis
zur „Entdeckung“ Amerikas durch die Europäer und der damit verbundenen
Einfuhr von neuen Lasttieren kamen ausschließlich Hunde als Zugtiere zum
Einsatz. Auch in anderen Bereichen waren sie nützlich: sie verwerteten Essens-
und Schlachtabfälle, waren die Spielkameraden für die Kinder der Inuits und
dienten auch als Nahrung. Hundefleisch galt bei vielen Stämmen als Delikatesse.
Auch wurden Hunde für spirituelle Handlungen geopfert.
Eine
Familie besaß im Durchschnitt etwa zehn, einige „reiche“ sogar bis zu
hundert Schlittenhunde.
Die
Hunde lebten weitgehend frei, waren jedoch streng erzogen. Aggressive und
arbeitsunwillige Tiere wurden eliminiert – so entstanden Schlittenhunde, die
durch ihre Zähheit, ihren Arbeitswillen und ihre Genügsamkeit einen hohen
Nutzen hatten. Den Vorfahren der heutigen Inuits, Indianer, Jakuten, Lappen,
Tschuktschen und vieler anderer Völker rund um den Pol gelang es nur dank der
Geschicklichkeit, der natürlichen Intelligenz, Ausdauer, und der Widerstandsfähigkeit
bereits angepasster Hunde, einen neuen Lebensraum von Kamtschatka über Grönland,
Labrador bis Alaska und die Aleuten zu finden. In Europa wurden Schlittenhunde
erstmals um 1800 bekannt. Nur vereinzelt verwendeten Bauern oder Händler sie zu
Transportzwecken.
Polarforscher
mieteten sich ihre Hundegespanne mit einem Führer; sie waren die ersten, welche
die Schlittenhunde nicht zu Überlebenszwecken brauchten. Erst Nansen, Mac
Clintock sowie Amundsen (Polarforscher) versuchten, selbst Hundegespanne zu
fahren. Ohne Schlittenhunde waren die gigantischen Leistungen dieser Menschen
nicht möglich.
Einen
gewaltigen Umbruch des bis dahin von Traditionen geprägte Schlittenhundelebens
brachten die weißen Goldgräber auf ihrem Weg in die Goldfelder des Yukon und
Alaskas. Sie brauchten jedes Tier, welches Lasten tragen oder ziehen konnte.
Neben Pferden und Maultieren, Schafen und Ziegen kamen auch alle Hunderassen, ob
einheimische oder europäische, zum Einsatz. Nur die härtesten und widerstandsfähigsten
Tiere überlebten in dieser Zeit.
Den
Europäern haben es die Schlittenhunde wohl zu verdanken, dass sie bis heute in
ihrer ursprünglichen Art erhalten blieben: Die weißen Goldgräber
veranstalteten sehr früh Wettbewerbe mit ihren Hunden um viel Geld. Als
Transporttiere erfüllten sie bald keinen Zweck mehr; diese Aufgabe übernahmen
Eisenbahn, Motorschlitten und Kleinflugzeuge. (vgl. /29/ )
Jede
Rasse, die sich vor allem als Schlittenhunde auszeichnete, nannte man „Eskimo-Hunde“. Ihre Heimat umfasste somit den 7500
Kilometer langen und zweitausendfünfhundert Kilometer breiten Lebensraum der
verschiedenen Inuit-Völker. Der Begriff „Husky“ leitet sich vom Schlagwort
„Esky“ für „Eskimo“ ab. Von der FCI (Fédération Cynologique
Internationale) wurde eine international anerkannte Rasseneinteilung festgelegt.
Hieraus geht die Einteilung der Schlittenhunde hervor: es gibt Siberian Huskies,
Alaskan Malamuten, Samojeden und Grönlandhunde. Deutschland wird vom VDH
(Verband für das deutsche Hundewesen e.V.) in der FCI vertreten. Der DCNH
(Deutscher Club für nordische Hunderassen e.V.) und der SHC (Siberian Husky
Club) sind Mitglieder des VDH. Daher sind die vom FCI festgelegten
Rassestandards für alle Züchter innerhalb dieser Vereine verbindlich. Nur dem
FCI-Standard entsprechende, gesunde Hunde erhalten eine Zuchtzulassung. Darüber
hinaus ist in Deutschland das Zuchtgeschehen außerhalb von Zuchtvereinen nicht
weiter reglementiert.
(vgl.
/1/, S.72-89 )
1.2. Charakteristik Nordischer Hunde
„Einen
Nordischen besitzt man nicht, man lebt mit ihm !“ ( /27/, Z.1 )
Die
arktische Zone unserer Erde, jenes riesige Gebiet, dass sich vom nördlichen
Europa bis zur Beringsee, von Alaska bis Grönland erstreckt, ist die Heimat der
nordischen Hunderassen. Landschaft, Klima und Lebensweise der einheimischen Völker
haben diese Rassen ebenso geprägt wie die Arbeit, die sie in ihrem Herkunftsort
leisteten.
Alle
nordischen Rassen zeigen charakteristische Merkmale, die sie deutlich von
anderen Hunderassen unterscheiden: prächtiges, den arktischen Bedingungen
angepasstes Fell, Stärke, Robustheit und Ausdauer. Geprägt von der harten
Arbeit wurden sie nicht nur körperlich zu ausgesprochen wetterharten und
belastbaren Tieren; auch ihr Charakter wurde dadurch ganz entscheidend bestimmt.
Im Allgemeinen sind sie von freundlichem Wesen, dem Menschen von Grund auf
zugetan. Blinder Gehorsam, Drill und Eintönigkeit ist ihnen verhasst. Nordische
Hunde zeigen, obwohl sie leidenschaftliche Jäger sind, in ihrem angestammten
Arbeitsgebiet - vor dem Schlitten – oft ein hohes Maß an Disziplin und Zuverlässigkeit.
Ein ausreichendes Training vorausgesetzt, sind sie zu großen Leistungen bereit.
Den
klimatischen Verhältnissen passen sich die nordischen Rassen problemlos an. Man
darf dabei nicht vergessen, dass so gut wie alle Schlittenhunderassen seit
vielen Jahren und Generationen in unseren Breitengraden gezüchtet werden.
Jedoch sollte man im Hochsommer keinerlei Leistungen von ihnen verlangen, und
immer für schattige Plätze sorgen. Im Schnee sind alle Nordischen in ihrem
Element, aber auch kühle Temperaturen im Frühjahr und Herbst nutzen viele
Musher zum Training.
Weitaus
wichtiger und problematischer als unsere Klimabedingungen sind jedoch die Ansprüche,
welche die nordischen Hunde an die Haltung stellen; im Gegensatz zu
„einheimischen“, mitteleuropäischen Hunderassen. Nur durch artgerechte
Haltung können auf Dauer ihre Eigenheiten bewahrt werden, aber auch nur so ist
ihr Temperament in geregelte Bahnen zu lenken.
Schlittenhunde
sind sehr selbständige Tiere. Ihren Herrn respektieren und lieben sie – unter
der Bedingung, dass er dessen würdig ist – wenn er unumstritten die Führung
des Rudels innehat. Nordische Hunde kennen keine bedingungslose Unterordnung
unter den Menschen. Schlittenhunde haben ein ausgeprägtes soziales
Rudelverhalten.
Ein
Schlittenhund, der nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten gefordert wird, nicht
genügend Aufmerksamkeit und Auslauf bekommt, setzt seine unverbrauchten
Energien schnell in „dumme Gedanken“ um. Es kann passieren, dass er versucht
auszubrechen, oder er „heult sich seine Kummer von der Seele“ – zum Ärger
der Nachbarn, er gräbt alle Gartenbeete um und stellt das gesamte Grundstück
auf den Kopf. Ein Musher muss die natürlichen Bedürfnisse seines Tieres
erkennen und akzeptieren. Er sollte die Fähigkeit besitzen, sich gegen den oft
erstaunlich festen Willen seines Hundes durchzusetzen, ohne ihn, sehr wichtig,
dabei zu brechen. Dies ist sicher keine leichte Aufgabe. Doch mit einem
Schlittenhund zu leben, ist eine Lebensphilosophie: Ein zukünftiger Besitzer
eines Schlittenhundes muss jederzeit in der Lage sein, die Frage: „Bin ich
bereit, mein Leben völlig neu nach den Bedürfnissen meiner Tiere zu gestalten
?“ zu bejahen. (vgl. /27/ )
1.3.
Zuchtgrundlagen
Über Jahrtausende wählte die unwirtliche, ursprüngliche Umwelt der Schlittenhunde durch natürliche Selektion die Winterfestesten, die Genügsamsten und die Härtesten unter ihnen aus. So haben auch die von ihnen Abhängigen – Inuits und Indianer, Jäger, Händler, Postfahrer und schließlich Rennsportler – diejenigen Hunde zur Zucht verwendet, die vor dem Schlitten ausdauernd, stark, schnell und klug waren, und vor allem den Wille zum Laufen hatten – „The desire to go“.
Die Rassezucht ist der „Versuch eines planmäßigen Eingriffes in die
Evolution
durch den Menschen.“ Mit der Zeit entstanden Tiere, die hart genug für eine
Dauerbelastung in Schnee, Eis und großer Kälte sind; „mit der Mentalität von
Marathonläufern“, und welche aus geringen Futtermengen maximale Energie
aufbauen können. Die Zucht brachte außerdem instinktsichere, soziale Gefährten
hervor, die unter Umständen untereinander rauh sein können, dem Mensch als
Rudeloberhaupt gegenüber aber keinerlei aggressives Verhalten zeigen. Das Ziel
muss es sein, die vorteilhaften Qualitäten der Schlittenhunde in der
Rassehundezucht zu erhalten. Ein weiteres Zuchtziel ist es, den ursprünglichen
Arbeitswillen, das Temperament und das typische, über Jahrhunderte gewachsene
Verhalten und Wesen dieser nordischen Rassen zu erhalten.
(vgl.
/18/ )
1.4. Die Schlittenhunderassen
1.4.1.
Der Siberian Husky – das Leitbild eines Schlittenhundes
Als
die am weitesten verbreitetste nordische Hunderasse ist er der Siberian Husky
auf Zuchtschauen sehr häufig vertreten. Die besitzbetonenden Eigenschaften
eines Wachhundes fehlen einem Siberian Husky in der Tat völlig. Seine im
Gegensatz zu anderen Schlittenhunden doch relativ kleine Statur verrät nicht,
dass er in der Lage ist, bis zum achtfachen seines Eigengewichtes zu ziehen. Wie
alle anderen nordischen Hunderassen benötigt der Siberian Husky ausreichend
Gesellschaft und Bewegung. (vgl. /25/ )
1.4.2.
Der Alaskan Malamute – die „Frachtlokomotive“ des hohen Nordens

Schon
im Körperbau des Alaskan Malamutes zeigt sich in erster Linie seine Eignung zum
Ziehen schwerer Lasten.
Würde und Gelassenheit, aber auch Härte, Arbeitswille und Intelligenz
zeichnen den Alaskan Malamute aus. Allgemein ist er freundlich-distanziert gegenüber
Fremden, aber von anderen Hunden herausgefordert ein harter Gegner. Selbständigkeit
und Eigenwille sind bei ihm sehr ausgeprägt und waren früher überlebensnotwendig.
Alle diese Eigenschaften in Kombination mit seiner Körpergröße und Kraft
machen den Alaskan Malamuten zu einem nicht einfachen Schlittenhund. Erst recht
im Rudel oder im Gespann fordern „Sturkopf“ und Kraft in mehrfacher
Malamuten-Ausgabe höchste Führungsqualitäten des Gespannlenkers. (vgl. /26/,
/15/ )
1.4.3.
Der Grönlandhund – „Urform“ aller Schlittenhunde
Jean Malaurie beschreibt das Prinzip dieser
Selektion: „Mut und Kühnheit, die bei der Bärenjagd sehr kostbar sind,
kommen durch die Mutter, und sie muss entsprechend ausgewählt werden;
Schnelligkeit und Kraft kommen vom Vater.“ ( /14/, Z.19-20)
In seiner Heimat
fristet der Grönlandhund unter den härtesten Bedingungen ein halbverwildertes
Dasein, wodurch er ausgesprochen eigenwillig, selbständig und schwer erziehbar
ist.
Der
Grönlandhund ist ein kräftiger Polarspitz;
dem
Menschen gegenüber freundlich und mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt. Auffällig
ist die Verwandtschaft dieser Rasse mit den Wölfen. So schreibt der
Hundeforscher Eberhard Trumler: „Von den Grönlandhunden wissen wir, dass sie
bis in die jüngste Zeit gelegentlich zur Blutauffrischung mit dem in Grönland
beheimateten Wolf (Canis lupus orion) verpaart wurden.“
(
/1/, S.73, Z.17-18, S.74, Z.1)
Mit
hoher Widerstandskraft waren die grönländischen Hunde ideale Helfer bei
Expeditionen, u.a. begleiteten sie R.E. Peary, der den Nordpol erreichte, sowie
James Cook. 1911 entschied der Norweger Roald Amundsen, dank seiner Grönländer,
den Wettlauf um den Südpol. In der Schweiz gibt es die Grönlandhunde schon
seit dem Bau der Jungfraubahn; dort werden sie auch heute noch zum Transport von
Lebensmitteln und Postsendungen eingesetzt. Jedoch bleibt in unseren Breiten
ihre Anzahl eher begrenzt. (vgl. /14/, /17/ )
1.4.4.
Der Samojede – der weiße Gentleman

Der Samojede ist einer
der Reinsten seiner Art. Im Vergleich zu dem Grönländer wurde diese Rasse
nicht mit einheimischen Wölfen gekreuzt. Der Samojede ist ein mittelgroßer, kräftiger
und dennoch eleganter Spitz mit einem „lächelnden“ Gesicht und weißer
Fellfarbe.
Aufgrund
ihrer Ausdauer wählten viele Forscher Samojeden für ihre Expeditionen.
Etha,
Amundsens schneeweiße Leithündin, war das erste Lebewesen am Südpol.
Durch
die Reiseberichte wurden die Samojeden in der westlichen Welt bekannt.
(vgl.
/22/, /23/ )
1.4.5.
Der Alaskan Husky – Leichtgewicht mit Turbolader

Sie sind die schnellsten Schlittenhunde: langbeinige „Rennmaschinen“, die
ursprünglich durch das Einkreuzen von Jagd- und Windhunden entstanden und heute
speziell auf schnelles Laufen, Ausdauer und zähe Pfoten gezüchtet. Das äußerliche
Erscheinungsbild eines Alaskan Huskies ist bei der Zucht irrelevant – nur das
Tempo der „desire to go“ (der Wille zu Laufen) zählen. Auch deshalb besitzt
dieser Schlittenhund einen enormen Bewegungsdrang; dennoch ist er genügsam und
geduldig mit einem freundlichen Wesen. (vgl. /8/, S.1, /9/,S.13 )
2.
Die Entwicklungsgeschichte der Schlittenhunderennen
2.1.
Historischer Hintergrund
Vor
mehr als 4000 Jahren spannten die Tschuktschen, ein Nomadenstamm aus Sibirien,
Hunde zu Transportzwecken vor einen Schlitten. Arabische Chroniken berichten
bereits aus dem zehnten Jahrhundert über den Einsatz von Schlittenhunden im
subarktischen Sibirien; Marco Polo erzählt in seinen Berichten, ebenso wie
Francesco da Kollo, von Reisen mit Schlittenhundegespannen.
Mit
dem in den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Alaska einsetzenden
Goldrausches wurde das Befördern von Frachten mit Hundeschlitten ein seriöser
Lebenserwerb. In den Wintermonaten wurde damals auch ausgiebig darüber
debattiert, wessen Hunde die schnellsten und härtesten waren. Aus kleineren
Rennen ging so im Jahre 1908 das „All Alaska Sweepstakes“ hervor: ein
Lotterierennen, bei dem der Gesamteinsatz an den Gewinner ausgezahlt wurde. Der
erste Gewinner war ein reguläres Postteam mit Lastengeschirren und schweren
Schlitten. Doch schon 1909 leitete Scotty Allan die Ära des
Schlittenhundesports ein, indem er mit einem speziellen Rennschlitten von nur 31
Pfund Gewicht an den Start ging. (vgl. /8/, S.5 )
2.2. Das Iditarod – Ausgangspunkt der ersten
Schlittenhunderennen
Im
Januar 1925 brach in der Goldgräberstadt Nome am Beringmeer eine
Diphtherie-Epidemie aus. Der damalige Arzt Dr. Welch erkannte, dass nicht genügend
Impfstoffe für die zweitausend Einwohner Nomes vorhanden waren. Da Nome, an
einer riesigen Meeresbucht gelegen, schon seit mehreren Monaten vom Eis
eingeschlossen war, konnte die lebensrettende Medizin nur durch
Schlittenhunde-Teams gebracht werden. Das Serum wurde in Anchorage zusammen
gestellt und mittels eines Sonderzuges nach Nenana gebracht, von wo aus es in
einer Stafette aus 22 Hundegespannen über ungefähr 1.100 Kilometer nach Nome
transportiert wurde. „Wild Bill“ Shannon eröffnete mit seinem Team aus neun
Alaskan-Malamutes den legendären Wettlauf um die Zeit, durch wütende Blizzards
und Temperaturen unter – 50°C. An der Spitze des letzten Staffelgespannes
lief Leonhard Seppalas Leithund „Balto“, der in die Geschichte Amerikas
einging; sein Denkmal steht heute in New York. Nach gut einer Woche erreichten
die Impfstoffe Nome und binnen kurzer Zeit war die Diphtherie unter Kontrolle.
Damals bedeutete es eine fantastische Leistung, eine Strecke, die man unter
normalen Umständen in 25 Tagen zurücklegte, in solch kurzer Zeit zu bewältigen.
Möglich war dies nur, weil bereits ein befahrener Trail (Strecke) bestand –
der Iditarod-Trail.
Er
war ursprünglich ein Post- und Versorgungsweg. Das Wort „Iditarod“ aus der
Indianer-Sprache bedeutet „Platz in der Ferne“.
Im
Jahre 1967 sollte ein besonderes Ereignis zum Anlass des 100. Geburtstags
US-Alaskas an die Pioniere des Landes erinnern. 59 Schlittenhundeteams jagten
einem Preisgeld von 25.000 Dollar auf einem knapp 80 Kilometer langen Abschnitt
des alten Iditarod Trails entgegen.
Zwei
Jahre später starteten nur noch 12 Musher um ein geringes Preisgeld. Man sprach
vom Ende des Iditarodrennens. Joe Redington, auch bekannt als „Father of the
Iditarod", erweckte 1973 das legendäre Rennen wieder zum Leben. Er dehnte
die Strecke auf 1800 Kilometer aus – etwa eine Strecke von Berlin bis Moskau
– und erhöhte das Preisgeld auf 50.000 Dollar. Das Sieger-Team benötigte für
diese Strecke zwanzig, und das zuletzt in das Ziel fahrende Hundegespann
zweiunddreißig Tage. (vgl. /4/,S.96-101 )
Die Tradition des „Diphtherie-Rennens“ wurde bis heute fortgeführt.
Jedes Jahr, am ersten Samstag im März, beginnt
„The last great Race on Earth“ in Anchorage. Zwischen der Fourth Avenue und
der D Street starten die aus zwölf- bis sechzehn Hunden bestehenden Gespanne in
zweiminütigen Intervallen.
Sämtliches Material, welches die Musher
auf dem Trail benötigen, muss eingeflogen werden. Fast zweitausend Helfer
kommen weltweit von überall her, um beim Ablauf dieses Ereignisses mit zu
wirken. Die Vorraussetzungen für die Teilnahme am Iditarod- Rennen sind ein
Start-Geld von eintausendsiebenhundertundfünfzig Dollar sowie ein Mindestalter
von achtzehn Jahren, und außerdem ausreichende Renn-Erfahrungen. Vor dem Start
erfolgt ein elektronische Markierung der Tiere, damit sie nicht während des
Rennens ausgetauscht werden können.
Ein
Verstoß gegen die Renn-Regeln wird mit Geldstrafen bis zu 1000 Dollar geahndet.
(vgl. /12/ )
2.3. Das Yukon Quest – das härteste heutige
Schlittenhunderennen
Ausdauer,
Härte, Sportlichkeit, Schnelligkeit, Verlässlichkeit, extreme Belastbarkeit
und vor allem Natur- und Umweltfreundlichkeit sind Schlagworte die ein weiteres
weltweit bekanntes Schlittenhunderennen, das Yukon Quest, charakterisieren.
Das ist ein 1.000 Meilen-Rennen (knapp 1.700 Kilometer) auf einer Strecke von
Whitehorse im Yukon Territorium nach
Fairbanks in Alaska. Der Yukon ist, außer einem Fluss, eine riesige Provinz im
kanadischen Norden. Die Strecke verläuft
auf den Spuren früherer Postfahrer und führt durch teils naturbelassene
Landstriche. Auf dem Weg von Whitehorse nach Fairbanks sind drei Berggipfel zu
befahren: der King Salomon`s Dome mit 1.300 Metern Höhe, der American Summit,
1.100 Meter hoch, und der Eagle Summit mit einer Höhe von 1.200 Metern. Das
Yukon Quest wurde von Roger Williams und Leroy Shank gegründet, worauf ein Jahr
später der erste Wettlauf stattfand.
Zwischen
Start und Ziel liegen sieben Checkpoints. An jedem Checkpoint werden die Hunde
untersucht und kranke oder verletzte Tiere werden aus dem Rennen genommen. In
Dawson City muss jeder Musher einen Pflichtstopp von 36 Stunden einlegen. Sieger
ist nur, aus wessen Hunde-Team mindestens sechs Tiere die Ziellinie überschritten
haben. Den Rekord auf dieser Strecke erzielte Frank Turner 1995 mit einer
Bestzeit von zehn Tagen, sechzehn Stunden und zwanzig Minuten. (vgl.
/2/, S.5-7, S.10 )
3.
Schlittenhundesport - Heute
3.1. Die Internationale Organisation
Im
Jahre 1986 entstand der internationale Verband für Schlittenhundesport (IFSS
– International Federation of Sled Dog Sport). Ziel dieses Verbandes ist die
Aufnahme und die Anerkennung des Schlittenhundesports. Dieser wurde bereits 1932
an der Olympiade in Lake Placid zum Demonstrationszweck als olympische Disziplin
vorgeführt.
Die
IFSS selbst ist seit Oktober 1989 Vollmitglied der AGFIS (Association Generale
des Fédérations Internationales de Sport).
Seit
1970 werden wettkampfmäßige Schlittenhunderennen in der Schweiz veranstaltet.
Zu Beginn der 80’er Jahre setzte eine rasante Entwicklung des
Schlittenhundesports ein. Gleichzeitig stieg auch die Popularität der
amerikanischen Rennen. Dies führte 1986 zur Gründung des ersten
schweizerischen Verbands für Schlittenhundesport (SVS). Er änderte 1995 seinen
Namen in schweizerischer Musher Verband (SMV). Auch der deutsche
Schlittenhundesport wurde bis 1986 durch den SKNH (Schweizerischer Klub für
Nordische Hunde) gefördert. (vgl./13/ )
In
Deutschland gibt es zwei verschiedene Bereiche des Schlittenhundesports: Der
erste, dem die Vereine und Gespannführer der sogenannten „offenen Szene“
(nicht reinrassige Hunde im Sinne der FCI) angeschlossen sind, ist organisiert
im DSSV (Deutscher
Schlittenhundesport Verein). Der andere verbindet jene Sportvereine, in welchen
nur Schlittenhunde mit von der FCI anerkannten Papieren zugelassen werden; die
AGSD (Arbeitsgemeinschaft Schlittenhundesport Deutschland). Während der DSSV
der IFSS (nicht reinrassiger Verband) angehört, ist der AGSD Mitglied der WSA
(World Sled Dog Association, reinrassiger Verband). (vgl. /28/ )
3.2.
Das Renngeschehen
Alaska war, zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts
Ausgangspunkt für die ersten Schlittenhunderennen. Kurz darauf entwickelte sich
dieser Sport rasant in Nordamerika. Zur selben Zeit fand der Schlittenhundesport
auch in den skandinavischen Ländern, vor allem in Norwegen, immer zahlreichere
Anhänger. In Zentraleuropa fanden die ersten Rennen in den Fünfziger-Jahren
statt. Bereits in mehr als fünfzehn Ländern Europas wird heute diese Sportart
wettkampfmäßig ausgeübt; sie entwickelte sich zu einem Hochleistungssport.

Schlittenhunde
sind stark rudelorientiert – sie fühlen sich in der Meute am Wohlsten. Zudem
sind sie robuste und laufwillige Tiere mit einem enormen Bewegungsbedürfnis.
Der Drang zum Vorwärtslaufen sowie das Bedürfnis zu Arbeiten liegt allen
nordischen Hunderassen im Blut. Mit den verschiedenartigsten Trainingsutensilien
stehen zahlreiche Möglichkeiten der rassegerechten Bewegung und Beschäftigung
dieser Tiere offen. Doch um diese Sportart auszuüben braucht man nicht nur eine
besondere Lebenseinstellung, sondern auch eine Menge an Erfahrung und vor allem
Fachwissen. Die „Mushersprache“ ist eine ganz eigene, die sich im Laufe der
Jahrhunderte, überwiegend auf der Nordhalbkugel, entwickelt hat. (vgl.
/13/ )
„North to Alaska, go north the Rush is on...“ Schlittenhunde
und ihre Besitzer haben “ihre eigene Nationalhymne”: „North to Alaska“
von Mike Phillips. ( /3/, S.1 ) Man hört sie als Besucher auf
Schlittenhunderenn-Veranstaltungen fast so oft wie das Heulkonzert eines
vorfreudigen Huskyrudels. Hierzu ein Zitat von Dieter Kreuzkamp (Autor): „Nur
traurige Huskys heulen nicht.“ Und wer schon einmal ein Schlittenhunderennen
besucht hat, weiß: dort gibt es (fast) nur glückliche Hunde, denn sie sind
dort, um das zu tun, wofür sie leben und worin sie ihre Erfüllung finden:
Laufen. 
Besonders in der Wintersaison (Oktober - März, je nach Witterung und Schneelage) ist die Anzahl der Gespanne auf den Stake-Out Plätzen oft nicht zu überschauen. Ein Stake-Out-Platz ist das „Fahrerlager“ eines Schlittenhunderennens: In Abständen von vier bis fünf Metern liegen Konstruktionen aus Ketten und Drahtseilen auf Schnee bzw. Erde und Stroh, womit ein ganzes Schlittenhunderudel vor dem Start im Freien angebunden werden kann. Von einer langen Hauptkette zweigen in regelmäßigen Abständen kürzere Ketten oder Seile für die einzelnen Hunde ab: so gibt es keine Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Tieren. Außerdem befinden sich auf dem Stake-Out-Platz die Fahrzeuge (Wohnwagen/Zelte) und Hundeanhänger/ bzw. -transporter der jeweiligen Musher. (vgl. /21/ )
In
Mitteleuropa finden die meisten Rennen an Wochenenden statt. Größere
Veranstaltungen, z.B. das Alpirod in den Alpen oder die Trans-Thuringia in Thüringen
(längstes Etappenrennen Mitteleuropas) und besonders die skandinavischen und
nordamerikanischen (Alaska-) Rennen dauern jedoch oft tagelang an.
Gibt
es auch eine Menge internationale Unterschiede, so ist eines bei jedem
Schlittenhunderennen gleich: Vor dem Wettbewerb treffen sich alle Musher mit der
Rennleitung, um nötige Informationen über das bevorstehende Rennen
auszutauschen (Musher-Meeting). Außer den Mushern spielen auch die Doghandler
eine wichtige Rolle. Sie helfen ihren Mushern, sich auf den Rennen und auch beim
Training um die Versorgung der Hunde zu kümmern, wobei sie oft ein genauso
inniges Verhältnis zu den Tieren aufbauen wie der Musher selbst.
Ein
dogteam (internationale Bezeichnung für ein Hundegespann) besteht aus
mindestens einem Schlittenhund und einem Musher, dem Gespannlenker (aus franz.
marcher = marschieren); in Alaska und Kanada auch dogdriver genannt.
Es
starten verschiedene Kategorien, die nach Anzahl und Rasse der eingespannten
Hunde unterschieden werden. (à
Anhang)
Je
nach Länge des Trails, der gespurten Strecke auf der das Team fährt,
unterscheidet man drei verschiedene Renn-Arten: Sprint-, Middle-Distance-, und
Long-Distance-Rennen. Letztere werden überwiegend im hohen Norden (z.B. Yukon
Quest) gefahren; aber auch in Mitteleuropa finden Sprint- und
Middle-Distance-Rennen statt.
Die Schlittenhunde haben im Gespann, je nach ihrer Position,
verschiedene Aufgaben. Der an der Spitze des Gespannes laufende Hund wird als
Leader (Leithund) bezeichnet. Er übernimmt sozusagen eine „Sonderrolle“,
auf die wir im Laufe der Arbeit noch näher eingehen möchten.
Startet das Dogteam (Hundegespann) in
„double-lead“, wird neben dem Leithund ein zweiter Hund eingespannt, wobei
dieser als Co-Leader den Leithund bei der korrekten Umsetzung der Kommandos des
Mushers unterstützt. Direkt hinter dem Leithund laufen die in der Regel sehr
schnellen Tiere, die „swing-dogs“. Hunde, die direkt vor dem Schlitten
eingesetzt werden, heißen „wheel-dogs“ oder Wheeler: sie haben die Aufgabe,
in extremen Kurven den Schlitten in der optimalen Fahrlinie zu halten. Außerdem
sind die Wheeler in der Regel etwas kräftiger gebaut; sie leisten deshalb den
größten Teil der Zugarbeit. Alle anderen Hunde im Gespann, zwischen den „swing-dogs“
und den Wheelern nennt man „team-dogs“.
(vgl. /20/ )
Die
soeben beschriebene Gespannform ist die bei deutschen Rennen gebräuchlichste:
das Doppelgespann, auch „double-“, „tandem“- oder „gang-hitch“
genannt. Dabei läuft der Leithund direkt an der zentralen Hauptzugleine („gang-line“);
die anderen Tiere sind über kurze Zugleinen („tug-lines“) paarweise
nebeneinander verbunden. Außer dieser Doppel-Renneinspannung gibt es noch zwei
andere Einspann-Varianten: Die single-tandem-hitch wird im Pulka-Sport, einer
Schlittenhundesport-Kategorie verwendet. Hier laufen ein bis zwei Hunde einzeln
hintereinander, und an den Seiten verlaufen Zugstangen oder -leinen zur Pulka,
einer mit Gewichten beschwerten Kunststoffwanne.
Auf den breiten zugefrorenen Gletschern und Fjorden Grönlands sowie
Alaskas oder Skandinaviens kennt man eine weitere Gespannart: die „fan-hitch“.
Dies ist ein Fächergespann, d.h. jeder der einzelnen Schlittenhunde ist mit
einer separaten Leine am Schlitten befestigt. Diese Form hat den Vorteil, dass
die Tiere selbständig wählen können, wo sie laufen - die stärkeren in der
Mitte, wo die Zugkraft gebraucht wird, die schwächeren weiter außen; hier können
sie ihr Geschwindigkeitsniveau dem der schnelleren Hunde angleichen, ohne sich
zu überanstrengen. Außerdem schützt die Fächergespannform Musher und
Schlittenhunde vor gefährlichen Abstürzen in Gletscherspalten.
Jeder
Schlittenhund trägt, ob im Rennen oder Training, ein Geschirr („harness“).
Es besteht aus leichtem, wasserabweisendem Band-Material und erleichtert dem
Hund, seine Zugkraft optimal auf die Zentralleine zu übertragen. Die Geschirre
sind so gearbeitet, dass die Hauptzuglast nicht fälschlicherweise auf der
Wirbelsäule, sondern auf Schultern und Brustkorb des Hundes liegt; an diesen
Stellen ist das Geschirr verstärkt gepolstert.
Durch
eine kurze „neck-line“, die am Halsband befestigt wird, sind die Tiere mit
der gang line verbunden.
Eines
der wichtigsten Geräte, um überhaupt Schlittenhundesport zu betreiben, ist der
Schlitten. Die meisten Musher setzen auf Schlitten aus geleimten Eschenholz, da
diese sich schon Jahrhunderte lang bewährt haben. Auch solche aus Aluminium
oder Karbon werden neuerdings angefertigt – solche werden, da sie extrem
leicht und gut lenkbar sind, von den meisten „Profi-Mushern“ gefahren.
Ein Hundeschlitten ist aus mehreren Teilen konstruiert; jedes hat eine
wichtige Funktion. Reichen die Kommandos eines Mushers nicht aus – ein
Problem, das bei diesen lauffreudigen Tieren nicht selten auftritt, betätigt er
mit dem Fuß die „hook“ (Schlittenbremse), oder er wirft, in besonders
schwierigen oder gefährlichen Situationen, den Schneeanker aus, eine über ein
Seil am Schlitten befestigte Stahlkralle, die zum Sichern in den Schnee getreten
oder an einem stabilen Baum bzw. Pfosten eingehakt wird. Diese Kralle ist so
konstruiert, dass sie sich bei Zug tiefer in den Schnee frisst.
Während
der Fahrt mit dem Schlitten steht der Musher in der Regel auf den „runners“,
den Schlittenkufen, die wie Skier gewachst werden müssen. Außenstehenden mag
das Wachsen dieser Kufen wie eine Geheimwissenschaft für Alchimisten vorkommen,
doch ein erfahrener Musher weiß, dass ohne Wachs nichts mehr geht. Ein gut
gleitender Schlitten bedeutet erleichterte Arbeit für die Hunde – und
vielleicht sogar den Sieg. (vgl. /11/, S.26 )
Jeder
Schlitten muss, entsprechend den Rennregeln, über einen Transportsack verfügen.
Er wird auf dem „basket“, der Ladefläche des Schlittens, angebracht, um
eventuell verletzte oder ermattete Hunde zu transportieren. Eine sehr alte
Rennregel besagt, dass ein Dogteam immer mit allen Hunden durch das Ziel fahren
muss, ansonsten ist ein möglicher Sieg, oder eine Platzierung ungültig. Der
Schlittensack enthält auch die vorgeschriebene Ersatzausrüstung. Sie enthält
zum einen Erste-Hilfe-Versorgungs-Materialien, Wasser für Mensch und Tier, und
auch Zweitgeschirre, falls es, z.B. bei Starts nach Ruhepausen, zum Reißen
eines Geschirres kommt. Zum anderen befinden sich im Ersatzgepäck sogenannte
Booties: kleine Stiefelchen aus Filz oder Wachstuch mit Klettverschluss für die
Hundepfoten; sie schützen bei aggressiven Schnee- und Eisverhältnissen vor
Verletzungen.
Um
zu verhindern, dass sich die Hunde an der Front des Schlittens verletzen, falls
dieser bei steilen Bergab-Passagen (aus Unachtsamkeit des Mushers) auf das
Gespann auffahren sollte, ist dort zum Schutz der „brushbow“ (runder Bogen)
angebracht. Der Musher hält sich an der „handlebar“ fest, um bei rasanter
Fahrt nicht das Gleichgewicht zu verlieren. (vgl. /24/ )
Die
„Mushersprache“ umfasst verschiedene Kommandos; sie waren und sind noch in
den weiten Gebieten des hohen Nordens überlebenswichtig für die Inuits, in
Europa haben sie sich als Leithilfe des Gespannführers eingebürgert.
„Gee!“
ertönt die Stimme des Mushers – der Leader führt das Gespann nach rechts.
Kurz vor der nächsten Abzweigung hört er „Haw!“ – es geht nach links.
Diese zwei wichtigen Laute aus der Sprache der Inuits sind für Hundeohren
leichter zu entscheiden als die Worte „rechts“ und „links“: sie werden
deshalb von den meisten Mushern verwendet. Von ihnen abgeleitet sind „Come Gee!“
sowie „Come Haw“ für 180°-Wendungen nach rechts bzw. links. „Go!“ oder
„Hike“ sind als Startkommandos fast immer unnötig, da es den
Schlittenhunden angeboren ist, loszurennen, wenn sie losgelassen werden.
Wichtiger ist das Haltekommando „Whoa“, meist zusammen mit der
Schlittenbremse angewendet. (vgl. /16/ )
3.3. Die Anforderungen an einen Musher
„Der
beste Hund seines Gespannes ist der Schlittenhundeführer.“ Dieses sehr alte
Sprichwort von Buck Landru benennt die wichtigste Vorraussetzung für das
Zusammenwirken eines dogteams: Der Musher selbst spielt die Rolle des
“Oberleithundes“ – er hat die Pflicht, Anordnungen und die Befehle zu
geben, alle Entscheidungen vor, während und nach dem Training bzw. Rennen zu
treffen.
Der
Schlittenhundesport stellt für einen Musher eine Höchstanstrengung dar; sowohl
physisch (enormer Kraftaufwand, Rennen, Bremsen, Witterungseinflüsse, etc.) als
auch psychisch (fortwährende Aufmerksamkeit, Kontrolle von Tier und Gelände,
Korrektur von Fehlern).
Als
Musher gänzlich ungeeignet sind im Allgemeinen Kinder und altersbedingt
schwache Menschen, sowie unbeherrschte, launige oder inkonsequente Personen,
oder solche ohne jegliche Hundeerfahrung.
Das
Schlittenhunderennen an sich bedeutet die wahre Prüfung des Mushers und seines
Teams. So hart wie seine Hunde muss der Gespannführer sein, wenn die Rennsaison
im Spätwinter mit der sportlichen Konkurrenz einsetzt. Es gilt nun, das
Gleichgewicht zu halten, wenn der federleichte Schlitten (ca. 8 kg) ähnlich
einem Gummiball auf der rauen Piste auf und ab hüpft. Äußerste Konzentration
wird gefordert, denn bald muss die eine, bald die andere Kurve genommen werden.
Der Schweiß fließt nicht ohne Grund – der Musher muss alle Unebenheiten
ausgleichen; bergauf wird der Schlitten selbstverständlich geschoben – jetzt
wird deutlich, ob sich das Ausdauertraining gelohnt hat. Jeder Hund im Team muss
stets sorgfältig beobachtet, mit Kommandos angetrieben oder in seine Schranken
verwiesen werden.
Der
Lohn für die harten Anstrengungen eines langen Renntages sind schließlich die
Augenblicke, in denen sich der Erfolg einstellt. (vgl. /19/ )
4.
Der Schlittenhund als Sportler
4.1. Besondere Anatomie von Schlittenhunden und
Leistungsphysiologie im Hochleistungssport
Wenn
man die Schlittenhundeteams während eines Rennens entweder in Natura oder auf
einer Videoaufzeichnung beobachtet, kann man die unglaubliche Stärke und
Flexibilität dieser athletischen Körper bewundern. Diese Qualitäten erlauben
dem Schlittenhund, die von ihm erwünschte Leistung zu erbringen. Das
biomechanische Gleichgewicht ist für das Leistungsvermögen eines nordischen
Hundes von größter Wichtigkeit. Die Fähigkeit, eine bestimmte Geschwindigkeit
über längere Zeit beizubehalten, erfordert nicht nur die Anpassung des Muskel-
und Skelettsystems, sondern auch die des Kreislauf-Atmungs-Stoffwechsel- und
Hormonsystems an das erwünschte Leistungsniveau für den Erfolg des dogteams.
Die
Leistungsphysiologie untersucht die Lebensfunktionen eines Schlittenhundes unter
den Bedingungen des sportlichen Einsatzes im Training und beim Rennen. Sie
ergibt sich aus „verschiedenen Einflussgrößen, die als Folge Kraft,
Schnelligkeit und Ausdauer bedingen und ihre Gesamtheit als Ergebnis zur
Rennleistung führen.“ Laut D. Kriegler (auf Schlittenhunde spezialisierte
Tierärztin) entsteht die Bewegungsdynamik bei Schlittenhunden durch ein
„Wechselspiel von Bewegungsabläufen, deren Prinzip in einer Verschiebung des
Schwerpunktes nach vorn besteht [...]“ Der Laufimpuls verläuft also immer von
einem Hinterbein ausgehend; es folgt eine Gelenkstreckung und daraus entwickelt
sich die Schubkraft. Dabei spielen die Vorderbeine die Rolle des „abfederndes(n)
Auffangsystem(s)“
(
/5/, S.9, Z.12-18 ) Zur Änderung der Geschwindigkeit wechselt der Hund in eine
schnellere Gangart, und die Schrittfrequenz wird vergrößert.
In
der Regel sind Schlittenhunde von Geburt an robuste Tiere und kaum anfällig für
Krankheiten. Wird der Schlittenhundesport als Hochleistungssport ausgeübt, können
allerdings gesundheitliche Probleme auftreten. Hier gilt: „Athletische Hunde
sind genauso anfällig für Verletzungen wie Sportler“.
Als
Atemnot zum Beispiel bezeichnet man eine erschwerte Atmung: Der Organismus wird
mit Milchsäure überschwemmt, weil der Muskelstoffwechsel überwiegend anaerob
abläuft (ohne Sauerstoff). Diese Atemnot kann durch Training und Reduzierung
des Körpergewichtes gemindert werden. Das Hecheln eines Hundes (die Regelung
der Temperatur durch Verdunstung über die Zunge) ist keineswegs mit einer
Atemnot gleichzusetzen; oft wird dies fälschlicherweise wegen unzureichender
Kenntnis als Tierquälerei verstanden.
Schlittenhunde
verfügen über hervorragende Möglichkeiten, ihren Stoffwechsel an die zu
leistende Lauf- und Zugarbeit anzupassen. Ab einem gewissen Punkt beim Laufen
entsteht Sauerstoffmangel, aber Sauerstoff wird benötigt, um die notwendige
Energie zu gewinnen. Der Zeitpunkt, an dem der Sauerstoffmangel auftritt, wird
bei Schlittenhunden allerdings erst sehr spät erreicht. Die Leistungsfähigkeit
und Ausdauer von Schlittenhunden ist daher zu begründen, dass sie die Fähigkeit
besitzen, auch bei sehr hohem Bedarf an Energie diese unter Beteiligung von
Sauerstoff zu bilden. Jedes Rennen,
welches länger als drei bis fünf Minuten dauert, setzt Ausdauer bei dem
Hundeorganismus voraus. Man definiert Ausdauer als Basis für Kraft und
letztendlich Schnelligkeit. Das Ausdauertraining wirkt gezielt auf eine
Verbesserung der wichtigsten Körperfunktionen – Herz-Kreislauf, Lunge,
Stoffwechsel – worauf durch weiteres Training Kraft- bzw.
Schnelligkeitsausdauer aufgebaut werden können, was schließlich das Ziel des
Trainings darstellt.
„Die
Beachtung der Leistungsphysiologie ist die wichtigste Vorraussetzung für das körperliche
Leistungsvermögen der Hunde.“( /5/, S.9, Z.26-27 ) Als Musher trägt man eine
hohe Verantwortung den Tieren gegenüber; die Grundregeln eines richtigen
Trainingsaufbaus sind unbedingt einzuhalten. Leider siegt oft der persönliche
Ehrgeiz des Gespannführers über die Außentemperatur, oder viel zu junge Hunde
werden untrainiert eingespannt. (vgl. /5/, S.9-11 )
Bei der Ernährung des Leistungshundes ist ein wichtiger Grundsatz zu beachten: Für mehr körperliche Bewegungsleistung ist mehr Energie notwendig. Die Ernährungsbedürfnisse von solchen Tieren unterscheiden sich von deren anderer Hunde vor allem in Hinsicht auf den Energiegehalt der Nahrung. Es ist überaus wichtig, bei einem Leistungshund die Eiweiß-/ und Fettversorgung zu überprüfen. Erst nachdem der Hund seine Glykogenreserven (Kohlenhydrat-Reserven in Leber und Muskeln) verbrannt hat, bildet er die nötige Energie aus Fettsäuren, deshalb sollte die Energieversorgung vorrangig über Fette erfolgen. Während der Rennsaison ist es üblich und sinnvoll, fettreicher zu füttern als in den Sommermonaten.
(vgl.
/10/, S.40 )
4.2.
Ausbildung und Training des Schlittenhundes
„Jedes soziale Lebewesen benötigt eine sinnvolle Aufgabe. Gute Ernährung und Unterbringung reichen nicht aus. Für das Wohlbefinden des Hundes ist es wichtig, verschiedene Tätigkeiten ausführen zu dürfen. Je differenzierter diese Aufgaben sind, desto eher wird der Schlittenhund bereit sein, auf das eigentliche Training zu reagieren [...]“ ( /5/, S.33 ) Man sollte sich stets vor Augen halten, dass ein Schlittenhund nur die Handlungen ausführt, die ihm angeboren sind oder durch Übungen beigebracht wurden. Es ist immer nur ein Fehler des Trainers, wenn der Hund Kommandos nicht befolgt oder Handlungen ausführt, die unerwünscht sind. „Ein Hund macht keine Fehler“ Es liegt in der Verantwortung des Mushers, die Situation so zu gestalten, dass seine Schlittenhunde ihre Aufgaben gut bewältigen können, denn nur dann sind sie glücklich. In Alaska, der Wiege des Schlittenhundesports, heißt es nicht umsonst: „Keep your dogs happy.“
Die Ausbildung eines Schlittenhundes setzt bestimmte Regeln voraus, die
auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen. Sie heißen: Tierliebe,
Tierkenntnis, Geduld, Selbstkontrolle, Konsequenz und Regelmäßigkeit. Einer
der größten Fehler, die man in seiner Beziehung zu einem Schlittenhund machen
kann, ist, ihn „im herkömmlichen Sinne als Hund zu betrachten“. ( /19/ )
Schlittenhunde sind „Athleten der
Gattung Hund“. In Folge dessen ändert sich beim Training das Verhältnis
Herr - Hund in
eine Trainer-Sportler-Beziehung. Nun liegt die gesamte Verantwortung für die
letztendlich resultierende Leistung bei dem Musher.
Ein
alter Ausspruch George Attlas (Mitbegründer des Yukon Quest) fasst die
Einstellung eines Mushers zu seiner Beziehung mit dem Schlittenhund zusammen:
„[Ein Hund] ist nur ein Hund und deshalb benimmt er sich wie ein Hund und
denkt wie ein Hund.[...] Wenn also im Team ein Fehler vorkommt, dann hast du ihn
gemacht und nicht der Hund.[...] Du hast seine physischen und mentalen Fähigkeiten
falsch eingeschätzt.“ ( /19/ ) Ein
Schlittenhund muss aus diesem Grund lernen, dass das Schlittenziehen eine seriöse
und befreiende Arbeit, aber kein disziplinloses Spiel ist. (vgl. /19/ )
Der
Sinn des Trainings von nordischen Hunderassen ist, alle Organsysteme, die an der
Lauf- bzw. Zugleistung beteiligt sind, an die später geforderte Leistung
anzupassen. „Viele Musher sind schlechte Trainer; bevor man überlegt, wie man
einen guten Hund bekommt, sollte man überlegen, wie man ein guter Trainer wird.
[...] Es ist meine Aufgabe als Trainer, mir zu überlegen, wie ich es einem
langsameren Hund leichter machen kann, dass Niveau des Teams zu erreichen.“ (Kathy
Frost) ( /5/ ,S.9 )
Es
gibt verschiedenste Schlittenhunde-Trainingskonzepte; sie unterscheiden sich
durch die zu trainierenden Rassen und das Ziel des Trainings – sei es
Ausdauerleistung für Long-Distancerennen oder Schnelligkeit auf
Sprint-Strecken. Viele Eigenschaften machen einen guten Trainer aus: Die Fähigkeiten,
selbstkritisch und immer aktuell informiert zu sein, gehören ebenso dazu, wie
der Wille, nach einem eigens maßgeschneiderten Trainingsplan in hoher Qualität
mit seinem Team zu trainieren. Das Training gliedert sich in der Regel in zwei
Phasen: In ein Kraft-/bzw. Arbeitstraining und ein Geschwindigkeitstraining. Während
beim Krafttraining weniger Wert auf Tempo und rasche Gangarten gelegt, sondern
mehr auf körperlichen Einsatz und wuchtige Zugarbeit gearbeitet wird, werden im
Geschwindigkeitstraining allmählich Schnelligkeitsabschnitte eingelegt; hier
erwartet der Musher eine hohe körperliche Anstrengung von den Tieren; in ihrer
schnellsten Gangart. ( vgl. /19/ )
Von
besonderer Wichtigkeit ist hierbei, dass es feststeht, welcher Hund das Gespann
führt. Schon Asbjörn Erdal-Ase wusste: „70 Prozent der Leistung eines Teams
hängen vom Leithund ab.“ ( /7/, S.53, Z.24 )
Leithund
zu sein, dass bedeutet an der Spitze laufen zu wollen, von dort aus das dogteam
zu motivieren und zuverlässig zu sein. Kommandosicherheit ist ebenfalls eine
Vorraussetzung. Der Lernerfolgt bleibt eine Frage der Zeit, die der Musher
investiert. Im „lead“ zu laufen heißt für einen Schlittenhund auch immer,
einem zusätzlichen Stressfaktor ausgesetzt zu sein, schließlich übernimmt der
Leithund als Führer des Teams die größtmögliche Verantwortung. (vgl. /7/, S.
53 )
Nachwort
Nun, nach der Fertigstellung unserer Seminarfacharbeit, können wir, Beatrice Dachsel und Doreen Heerd, zufrieden auf eine Zeit zurückblicken, in der wir neben vielem Wissen auch neue Erfahrungen über Schlittenhunde sammeln konnten.
In mehreren Kapiteln stellten wir den Ursprung, den Einsatz sowie die Individualität der Schlittenhunde dar; verbunden mit geschichtlichen, geografischen, sozialen und biologischen Aspekten.
Da der vorgegebene Umfang der Arbeit begrenzt war, weshalb wir uns auf das Wesentliche des Themas konzentrierten, konnten wir nur einzelne Aspekte über Schlittenhunde betrachten und waren gezwungen, so manche Frage offen zu lassen. Auf diese würden wir gerne in unserem Kolloquium näher eingehen.
Zum Abschluss möchten wir uns hiermit bei allen Personen (und natürlich auch bei allen Schlittenhunden) bedanken, die uns bei der Erstellung dieser Arbeit hilfreich zur Seite gestanden haben; vor allem danken wir Familie Meissner, welche seit längerem im Schlittenhundesport und in der Schlittenhundezucht aktiv ist und uns somit tatkräftig unterstützen konnte, sowie Monika und Jörg Dachsel, denn ohne sie wäre uns nie die Idee gekommen, eine Seminarfacharbeit über Schlittenhunde zu schreiben.
Quellen- und Literaturverzeichnis
/1/ Birr, Ursula/ Krakauer, Gerald/ Osiander, Daniela: Abenteuer Hund. Reisen zu den Wurzeln einer Partnerschaft, vgs, Köln 1996
/2/ Ganß, Christina: Yukon Quest, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 3/98, April 1998, Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch
/3/ Grundel, Heinz: Geliebte Schlittenhunde, Cartoons Verlag, 2000
/4/ Kreuzkamp, Dieter: Husky Trail. Mit Schlittenhunden durch Alaska, Sierra bei Bertelsmann, 2. Auflage, München 2001
/5/ Kriegler, Dagmar: Die Leistungsphysiologie sportlich eingesetzter Schlittenhunde, In: Husky Fachmagazin, Ausgabe November/ 1999-04, Hrsg.: Präsidium des Deutschen Schlittenhundesport Verbandes (DSSV), Ropertz, Rudi, Borken
/6/ Linzenmeier, Dorle: Siberian Husky, Falken Verlag, Niedernhausen, 1997
/7/ Merkel, Angelika: Training Spezial. Leithunde, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 5/ 1999, Juni 1999, Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch
/8/ Pfirstinger, Rico: Schlittenhunde, Kosmos Verlag, Stuttgart 1998
/9/ Schlegl-Kofler, Katharina: Husky, Gräfe und Unzer, München 1997
/10/ Stauner, Theresia: Ernährung, In: Husky Fachmagazin, Ausgabe Juni/ 1999, Hrsg.: Präsidium des Deutschen Schlittenhundesport Verbandes (DSSV), Ropertz, Rudi, Borken
/11/ Weschle, Bernd: Wachsanleitung, In: Schlittenhund Magazine, Ausgabe 8/98, Dezember 1998, Goldrausch Verlag, Kleinbittersdorf, Hrsg.: Karl-Heinz Raubuch
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Zugriff am: 21.07.2002, 11:02
/13/ URL:http://www.dogteam.ch/geschichte.htm
Zugriff am: 21.07.2002, 11:13
/14/ URL:http://www.huskyman-online.de/groeni.htm
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/16/ URL:http://www.huskyman-online.de/sprache.html
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Zugriff am: 20.07.2002, 21:11
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Zugriff am: 26.07.2002, 17:03
/29/ URL:http://www.schlitenhundejugend.de/seiten/berichte/top2.htm
Zugriff am: 22.07.2002, 17:00
Abbildungsverzeichnis
Abbildung
1
Quelle:
eigenes Bild
Abbildung
2
Quelle: Weyer,
Helfried: Schlittenhunde, Eulen Verlag
Freiburg 1995, Seite 9
Abbildung
3
Quelle: eigenes
Bild
Abbildung
4
Quelle: www.danube-
lowland.at/dwir/dHunde/dEpona/depona/_fotos.htm
Abbildung
5
Quelle:
www.alaskanmalamute.at/fotogalerie1.htm
Abbildung
6
Quelle: www.naegel.onlinehome.de/#Info
Abbildung
7
Quelle: www.dreamfromrussia.de/Fotos2.html
Abbildung 8 Quelle: www.schlittenhunde.de/deutsch/frames_
statement.htm
Abbildung
9
Quelle:
www.alaska-dogmushing.de/_dog.html
Abbildung
10 Quelle:
www.alaska-dogmushing.de/_dog.html
Abbildung
11 Quelle:
www.ssct.de
Abbildung
12 Quelle:
www.ssct.de
Abbildung
13 Quelle:
www.ssct.de
Abbildung
14 Quelle:
www.ssct.de
Abbildung 15 Quelle: www.ssct.de
Abbildung 16 Quelle: www.ssct.de
Arbeitsaufteilung
Die
Schülerin Doreen Heerd erarbeitete die Kapitel:
1.1; 1.3.; 1.4.3.;
1.4.4.; 1.4.5.; 2.1.; 2.2.;
2.3.; 3.1.
Die
Schülerin Beatrice Dachsel erarbeitete die Kapitel:
1.2.; 1.4.1; 1.4.2; 3.2.; 3.3.; 4.
Versicherung
Ich versichere hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbständig und eigenhändig ohne Verwendung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten und nicht veröffentlichten Schriften entnommen sind, wurden als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit ist in gleicher oder ähnlicher Form noch nicht als Prüfungsarbeit eingereicht worden.
Kälberfeld/Hörselberg, 2002-10-10
Doreen Heerd Beatrice Dachsel
Anhang
A1. Kategorien des Schlittenhundesports
|
S: |
Skandinavierklasse Musher bewegt sich selbst auf Langlaufski hinter seinem Team |
|
Skijöring |
Musher ist direkt mit Hundeteam verbunden |
|
Pulkaklasse |
Zwischen Musher und Gespann befindet sich die Pulka (Kunststoffwanne, wirkt als Gewicht) |
|
S-Velo |
Fahrradklasse 1 Schlittenhund vor dem Fahrrad mit einer langen Leine verbunden |
|
Rollerklasse |
Roller (vergleichbar mit Mountainbikesport) 1 Schlittenhund mit langer Leine verbunden |
|
D |
max. 2 Schlittenhunde vor dem Schlitten (bei Schneemangel àTrainingswagen) |
|
D1 |
Siberian
Huskys |
|
D2 |
Grönländer, Malamute, Samojede; getrennt bei mind. 3 Gespannen pro Klasse |
|
C: |
2-4 Schlittenhunde C1/ C2; Wertung à wie D |
|
B: |
4-6 Schlittenhunde es wird nur gewertet, wer mit mind. 4 Hunden im Gespann über die Ziellinie fährt |
|
A: |
6-8 Schlittenhunde Einteilung und Wertung à wie D es wird nur gewertet, wer mit mind. 6 Hunden im Gespann über die Ziellinie fährt |
|
O: |
offene Klasse mind. 8 Schlittenhunde, Anzahl nach oben offen Einteilung und Wertung à wie D |