Das Rudel

Am Anfang war 1995 eigentlich nur der Wunsch nach einem "Hofhund" und so wälzten  wir eines Sonntagsfrühes die Zeitung  und fanden eine Anzeige aus Homberg/Efze wo Huskywelpen angeboten wurden. Kurz entschlossen fuhren wir hin - zum Gucken -. Ich hatte aber heimlich Geld eingesteckt und so kam was kommen musste, auf der Heimfahrt hatte ich einen Karton mit einen kleinen Huskyrüden auf dem Schoß.

Buck (gestorben am 06.04.2010 mit 14 1/2 Jahren)

     

Wie wir bald feststellen mussten, war Buck gar nicht begeistert, wenn wir ihn alleine ließen. So lange jemand mit draußen im Garten war, langweilte er sich nicht.  Aber für uns war von Anfang an klar, das ein Husky nicht in die warme Stube gehörte und so fing er an tiefe Löcher zu buddeln, Blumenkübel auszugraben und überhaupt fand er meine Gartengestaltung überhaupt nicht gut, so dass er ständig "Verbesserungen" vornahm, die uns wieder nicht gefielen. Alles wurde angefressen und sogar die Wäsche von der Leine gemopst und zerkaut. Klarer Fall von Frust - uns musste was einfallen!

Und eingefallen ist uns etwa nach einem halben Jahr, für Buck einen zweiten Hund zu holen, besser gesagt Hündin. Und wieder wälzten wir die Zeitung. Diesmal fuhren wir in Richtung Arnstadt, wo wir uns bei einer Züchterin die Welpen ansahen. Wir waren erschrocken, alle Welpen waren mit der Mutter in einem alten Schweinestall gesperrt, standen im eigenen Dreck und waren total verängstigt. Wir waren uns gleich einig, wenigstens einen Welpen hier aus diesem Elend zu holen.

Tipp: Sollte man nie machen, denn "Züchter" die unter solchen Bedingungen ihre Welpen immer wieder verkaufen können, hören nie auf mit der "Welpenproduktion"!

Die kleine Hündin die wir 1996 holten, war sicherlich nie entwurmt wurden, hatte fürchterlichen Durchfall und war mit Flöhen besäht.

Laika  (gestorben am 09.05.2006 mit 10 Jahren) 

 

Unsere Laika war  unser zuverlässigster Hund, lief bis zum Schluß als Leader und war kommandofest. Sie gab uns all die Liebe die wir ihr entgegenbrachten tausendfach zurück. Nach 2 epileptischen Anfällen und einer folgenden Rückenmarkslähmung auf Grund eines Hirntumors haben wir sie erlöst und in den Hundehimmel geschickt. 

Buck und Laika verstanden sich von Anfang an prima und als wir dann anfingen die zwei am Rad zu trainieren, hatte uns der Huskyvirus entgültig erwischt. Wir fuhren zu allen Rennen die wir auskundschafteten und lasen alles über Schlittenhunde was zu bekommen war. Wir wollten mehr machen und so entschlossen wir uns, die Laika mit zwei Jahren von Buck decken zu lassen. Das Ergebnis waren drei wunderschöne Welpen, von denen wir einen Rüden an Bekannte gaben und jeweils eine Hündin und einen Rüden behielten.

Kira und   Balou (12 Jahre alt )  

Kira und Balou ergänzten das kleine Rudel perfekt. Sie wurden von Mutter Laika liebevoll aufgezogen und vom Vater Buck erzogen. Als sie alt genug waren spannten wir sie mit an und es stellte sich heraus, das die kleine Kira die selben guten Leithundeigenschaften hatte wie Mutter Laika. Wir fuhren nun entweder mit dem Vierergespann und ab und zu im Winter mit zwei Schlitten und je zwei Hunden.

Balou und auch seinen Vater Buck haben wir kastrieren lassen um Innzucht zu vermeiden und auch um etwas mehr Ruhe ins Rudel zu bekommen, wenn die Hündinnen in der Hitze sind. Bei beiden hat das keinerlei negative Auswirkungen gehabt, im Gegenteil, sie wurden wesentlich anhänglicher. Auch fett oder träge sind sie nicht geworden, was man ja auch mit dem Futter ausgleichen kann. Die Hündin Laika wurde nach dem Werfen in ihrer ganzen Art ruhiger und vor allen auch beim Anspannen ruhiger, was sich auf das gesamte Gespann übertrug.  Als Kira wiederum 2 Jahre alt war entschlossen wir uns, sie ebenfalls einmal decken zu lassen. Deckrüde war nun ein weißer Siberian Husky eines Freundes und dementsprechend waren alle Welpen grau/weiß.  Ein Prachtwurf mit sieben Welpen, von denen wir wieder eine Hündin und einen Rüden behalten haben.

 

                       Yuma   und   Yeti (10 Jahre alt)

   

Yuma und Yeti sind richtige Rennhunde, laufen für ihr Leben gern und sind für die anderen vier Hunde eigendlich viel zu schnell. Deshalb spannen wir sie auch separat an. Unsere Yuma haben wir  mit etwas über 3 Jahren decken lassen um unseren Hundebestand auf 8 Hunde aufzustocken. Für Yumi hatten wir aus einem befreundeten Zwinger einen wunderschönen Deckrüden und so bekam sie 6 wunderschöne Welpen.  Hiervon haben wir zwei Rüden ausgesucht, die nun bei uns bleiben im großen Dachselrudel.

DMad Maxx  und   Snow  (6 1/2 Jahre  alt)

   

MadMaxx und Snow haben die sportlichen Eigenschaften ihrer Mutter Yuma geerbt. Sie laufen auch  mit Yuma und Yeti in einem recht schnellen C-Gespann.

Bandit  (4 Jahre  alt)

Bandit ist unser neues Rudelmitglied seit dem 21.Juli 2007. Ihn haben wir aus dem Tierheim Bamberg geholt und da niemand wusste wie alt er ist, wird er seinen Geburtstag mit dem alten Buck zum Nicolaustag feiern. Er hat sich sehr gut eingelebt und läuft prima im Gespann. Seine ersten Rennen ist er nun auch schon gelaufen. Wir lieben ihn!!!

Tipp: Jeder sollte soviel Vernunft besitzen, seinen Hundebestand nur so groß zu halten, das er den Bedürfnissen dieser Rasse auch gerecht werden kann !