2.Dörnberg Schlittenhunderennen
um den Eukanuba-Cup
29. und 30.November 2003
Am Freitag, 28.11.03 ging es los Richtung Kassel. Gemeinsam im großen Konvoi trafen wir gegen Mittag in Zierenberg auf einen gut gelegenen Stake-out-Platz unterhalb der Dörnberge ein. Im Nebel kaum erkennbar, der Start und Zielbereich auf einem riesigen Wiesengelände. Doch auch am Samstag als sich der Nebel etwas lichtete, waren wir etwas erstaunt über die recht spärliche Abflatterung des Trails, gerade auf einer Wiesenfläche. Was für die Läufer, Radfahrer und C-Gespanne sich noch als problemlos herausstellte, war für die großen Gespanne oftmals nur noch Chaos. Hier hatte der Veranstalter nach vielen Diskussionen doch erkennen müssen, dass eine ausreichende Kennzeichnung der Rennstrecke von besonderer Wichtigkeit ist. Da nützen auch blöde Bemerkungen über angeblich versagende Leithunde nichts. Wir sind schon viele wesentlich kleinere Rennen gefahren und haben so eine mangelhafte Streckenkennzeichnung noch nie erlebt. Auch in Sachen Sicherheit gibt es hier noch viel nachzuholen, so kann es nicht sein, dass sowohl im Start- als auch im Zielbereich ständig Zuschauer mit ihren Hunden spazieren gehen, ohne dass hier einer der vielen Streckenposten eingreift. Wir haben es einmal erlebt, wie ein offenes Gespann die Startbefestigung durchbrochen hat und zwischen den Zuschauern hindurch sich einen kleinen Hund gegriffen hat, damals ist zum Glück nichts passiert.

Gut getan haben die sanitären Einrichtungen, vor allen die Duschen nach dem schlammigen Trail.

An beiden Tagen ging es um 10:00 Uhr los, wie gewohnt mit den Läufern, den Radfahrern und den Rollerfahrern.

Sie alle mussten eine Strecke von ca. 5 km zurücklegen, wobei hier der Trail durch den Wald besonders reizvoll war.

Hermann mit Shira in der Velo 1-Klasse eine Rollerfahrerin mit zwei Hunden

Frieder mit Laska und Yukon in der Velo 2-Klasse

In der C-Klasse mit 3 Hunden Moni mit Yuma, Yeti und Kira

zweimal Frauenpower in der C-Klasse mit 4 Hunden

Zwischendurch feierten wir auch den Geburtstag unserer Kerstin, die uns mit einen wunderbaren Mittagessen über dem Lagerfeuer verwöhnte.

In der B-Klasse startet Peter mit 5 Hunden

Die mangelhaft abgeflatterte Strecke im Zielbereich ist nur mit Hilfe der Streckenposten zu befahren....

Stefan startet in der A-Klasse mit 8 Hunden

Ohne Wertung fahren Jörg mit den Oldies und Puppies und Ralf mit seinem Team.

Da der angekündigte Musherabend im Fliegerlager völlig überfüllt war und man durch die vielen rauchenden Sportler in den Räumlichkeiten kaum noch Luft bekommen hat, zogen wir die gesündere Variante vor und feierten unseren Musherabend bei einem Topf Glühwein über dem Lagerfeuer.
Der Sonntag zeigte.... man ist lernfähig und die Strecke ist weitaus besser gekennzeichnet wie am Vortag. Nun meistern alle Teams problemlos die Strecke, ohne unterwegs oder im Zielbereich Helfer stehen zu haben, die sogenannte Schrittmacherdienste tätigen, was bei anderen Veranstaltungen einen klaren Verstoß gegen die Rennregeln bedeutet und zumindest mit Verwarnungen geahndet wird.
Mit den Rennregeln wurde es eben nicht so genau genommen, so wurden Fehlstarts ignoriert, die Zeit bei einem "fliegenden Start" in Zehntelsekunden heruntergezählt und nicht gefahrene Schleifen mit Strafminuten belegt, in denen die Schleifen nicht mit Bestzeiten hätten gefahren werden können.
Was nichts mit Rennregeln, eher was mit guten Geschmack und Anstand zu tun hat, ist die Handhabung der Preisverleihung. An Sponsoren hat es diesem Veranstalter nicht gemangelt und so ist es um so mehr ein Armutszeugnis, dass die Teilnehmer des Rennens jenseits der ersten Platzierungen noch nicht einmal eine Erinnerungsurkunde bekamen. Der Star der Veranstaltung wurde mit so einem großen Pokal geehrt, dass er, als er den überfüllten Raum mit seinen Preisen verließ, Platz für 3 Personen schaffte....... das grenzt schon an Personenkult.
Fazit:
Bei der Vielzahl der Rennen kann man es sich aussuchen wohin man fährt, alle angebotenen Rennen bekommt man eh nicht in den Terminplan.